Magenbypass

Was ist ein Magenbypass?

Was ist ein Magenbypass? Eine gute Frage und auch in habe mich nun 1 Jahr damit auseinandergesetzt. Eben weil ich diesen bekomme und ich alles wissen möchte. Es ist ein ernstes Thema aber eben auch ein Thema wo niemand wegsehen sollte. Warum man einen Magenbypass bekommt und natürlich sagen viele, dass es unnötig ist. Das man von allein abnehmen muss usw. Ich kann aber sagen, dass es keine Operation ist, die man einfach mal so macht. Man wird drauf vorbereitet und es gibt auch hier klare Vorgaben, die man gehen muss, bevor diese Operation gemacht wird.

Dazu sollte man auch den Artikel Adipositas lesen. Ich habe nun viele Jahre versucht es allein hinzubekommen, doch das halten vom Gewicht habe ich nicht geschafft. Für mich ist der Magenbypass der letzte Weg, damit ich noch eine Lebenserwartung habe und dass ich auch wieder „Leben“ kann. Die Folgeerkrankungen sind nicht wenige durch das Übergewicht und mit dem Magenbypass verliere ich nicht nur das Gewicht, sondern die Folgeerkrankungen werden weniger bis fast ganz weg und ich kann wieder aktiv am Leben teilnehmen.

Was ist genau ein Magenbypass?

Der Magenbypass ist aktuell in Deutschland auf Platz 2. Der häufigsten eingriffe. Bei der Operation wird der Magen wenige Zentimeter unterhalb des Mageneinganges abgetrennt. Es verbleibt ein kleiner Restmagen auch „Pouch§ genannt, der 15ml fast und als Bremse für die Nahrung dient. Der Dünndarm wird in der Operation durchtrennt. Das eine Emde des Darmes wird an den Restmagen angeschlossen und das andere Ende so umgeleitet, dass die Nahrung und die Verdaunungssäfte erst im mittleren Dünndarm vermengt werden und der obere direkt an den Magen anschließende Dünndarm umgangen wird. Die Verdauungssäfte werden in den tieferen Darmabschnitten eingeleitet und damit kann erst hier die Verdauung und Aufspaltung der Nahrungsbestandteile beginnen. Die Folge ist, dass nicht alle Nahrungsbestandteile zerlegt werden können und somit nur ein Teil davon aufgenommen werden. Es besteht damit weniger Nahrungsbausteine dem Blut zur Verfügung. Die nicht Verdaute Nahrung wird in den Dickdarm befördert.

Für wen eignet sich der Magenbypass?

Der Magenbypass werden nur für selektive Patientengruppen favorisiert. Die Indikation für eine Operation mit dem Magenbypass wird in einem Gespräch Individuell nach einer eingehenden gründlichen Untersuchung gestellt. Mit einem Body Mass Index von 40 kg/m2 und ab BMI35 kg/m2, wenn man schon übergewichtigsabhängige Nebenerkrankungen bestehen wird der Magenbypass gemacht. Die Faktoren die entscheidend sind für diese Durchführung der Operation sind die Verbesserung der gesundheitlichen Situation das sich dauerhafte ändern vom Ess- und Ernährungsverhalten, mit der Einhaltung eines gesunden Lebensstiles.

Kriterien für die Entscheidung ist das Ausgangsgewicht vom Patienten, der zu erwartende Gewichtsverlust, das Ess- und Ernährungsverhalten, bestehende Begleiterkrankungen, das allgemeine Operationsrisiko und die Bereitschaft zur Mitverantwortung vom Patienten. Das Verfahren ist für Patienten geeignet, die kein Fremdmaterial implantiert bekommen möchten und eine dauerhafte Lösung anstreben. Es ist jedoch keine geeignete Operation bei Hochrisikopatienten.

Wie wird die Operation gemacht?

Natürlich interessiert man sich auch für die Methode der Operation und das bekommt man auch gut erklärt und die Ärzte sind auch immer Ansprechpartner, wenn man Unsicher ist. Diese Operation wird fast ausschließlich laparoskopisch. Es wird mit der Schlüssellochtechnik durchgeführt. Das Verfahren nennt man meistens Roux-en-Y-Magenbypass was angewandt wird.

Zuerst wird der Magen mittels einer Klammernaht verkleinert, wobei hier der abgetrennte Teil vom Magen nicht entfernt wird. Dann wird der verkleinerte Vormagen, welcher nachher nur ca. 15ml Fast, je nachdem was der Arzt macht, unter Überbrückung des Zwölffingerdarms mit einem mittleren Abschnitt des Dünndarms verbunden. Durch die Umgehung des Hauptmagens wird zudem der Ghrelin-Hormonspiegel im Blut gesenkt, was zu einer Reduzierung des Hungergefühls und des Zuckerbedarfs führt. Das kleine Verfassungsvermögen des Vormagens bewirkt das man ein schnelles Sättigungsgefühl bekommt.

Der vordere Abschnitt vom Dünndarm fängt die Verdauungssäfte aus dem verbliebenen Restmagen auf und setzt diese dem Nahrungsbrei an der Stelle wieder zu, wo der Bypass mit dem Dünndarm verbunden wurde. Die Zersetzung der Nahrung wird also durch Überbrückung von Teilen des Darms, die damit nicht mehr an der Verdauung beteiligt sind, reduziert.

Der Eingriff wird mit Vollnarkose gemacht und die erste Nacht bleibt der Patient auf der Intensivstation und wird dann verlegt, wenn der Zustand okay ist. Dann wird man geröntgt unter Einsatz vom Kontrastmittel, damit man den Verdauungstrakt untersuchen kann.

Dauer vom Aufenthalt im Krankenhaus sind zwischen 5 und 7 Tagen, je nachdem wie die Operation und der Prozess danach dem Patienten vorangeht.

Nach 4 bis 6 Wochen kann man wieder an einem normalen Leben teilnehmen und die positiven Nabeneffekte zahlen sich unteranderen zu einer Besserung von Diabetes, Bluthochdruck, Schlafapnoe und auch die Blutfette und das Cholesterin werden besser. Rückenleiden gehen langsam zurück. Durch das Absenken vom Hungerhormon wird das Hungergefühl eingedämmt und die Gewichtsreduktion begünstigt.

Risiken und Probleme vom Magenbypass

Wie jede andere Operation ist auch diese Operation mit Risiken verbunden, jeder Mensch ob gesund oder übergewichtig weisen regelmäßig diverse Begleiterkrankungen auf wie Diabetes, Bluthochdruck und veränderte Blutfette, da ist das Operationsrisiko um ein Vielfaches erhöht. Zu den allgemeinen Gefahren sind Narbenbildung, Blutungen, Entzündungen und schlechte Wundheilung.

Der Magenbypass birgt aber auch eine Anzahl von speziellen Risiken, wie die erneute Aufweitung / Vergrößerung des Restmagens, wenn man zu viel Nahrung aufnimmt, Erbrechen, Vorkommen der Refluxkrankheit auch Sodbrennen genannt und damit die Entzündung der Speiseröhre. Blutungen und Undichtheiten durch die Klammernähte. Es können aber auch Stenosen auftreten, eine Verengung an der künstlichen Magen-Darm-Verbindung, die aber dann endoskopisch geweitet werden können-

Es kann das Dumping-Syndrom vorkommen als Folgeerscheinung, das ist eine Sturzleerung flüssiger und fester Nahrung vom Mangen in den Dünndarm ist. Gefördert wird das Syndrom durch gleichzeitige Aufnahme von fester Nahrung und Getränken, schnelles Essen, süße oder Fettige Speisen. Nährstoffmangel kann vorkommen, da muss man aber immer wieder vom Arzt die Blutwerte kontrollieren lassen, Magenschleimhaut-Erkrankungen und ein vermehrtes Auftreten von Gallensteinen können Komplikationen sein. Es kann nach Jahren ein Rebound-Effekt vorkommen mit einer erneuten Gewichtszunahme.

10% aller Patienten bekommen diese Probleme und Komplikationen, dass eine Folge OP notwendig ist. Das therapieversagen liegt bei 10-20%, wo der Magenbypass erfolglos eingestuft wird, wenn nur 25% oder weniger des Übergewichts abgebaut werden kann.

Nachsorge und Therapie auf Lebenszeit

Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus muss man einige Punkte für die Zukunft beachten.

  • Der Gewichtsverlust sollte sich nach 2 Monaten ca. einpendeln und bei 1kg die Woche liegen, damit auch das Gewebe Zeit hat, sich an die veränderte Körperform zu gewöhnen.
  • Damit man keinen Mangel bekommt muss man alle 3 Monate eine gründliche Blutuntersuchung machen lassen und ein ganzes Leben Mineralien, Spurenelementen und Vitamine zusätzlich einnehmen. B12 als Vitamin sollte als Spritzkur gegeben werden.
  • Eine ausreichende Versorgung mit Eiweiß – Proteinen muss geachtet werden.
  • Medikamente zum Schutz der Magenschleimhaut sind erforderlich.
  • Alle 3 Monate muss eine Kontrolluntersuchung vom Hausarzt durchgeführt werden, das ist unbedingt erforderlich.

Für die Langzeittherapie eines bariatrischen Eingriffs gehört weiter eine Ernährungstherapie und die psychologische Beratung. Durch die Veränderung von Körper und die Psyche wird auch das Lebensgefühl und die Wahrnehmung vom Umfeld beeinflusst. Es kann Folgeoperationen nach einer massiven Gewichtsreduktion kommen, wie die Entfernung von überschüssiger Haut.

Ernährung und Einschränkungen

Das wichtigste ist das man keine Mangelerscheinung durch Vitamine, Mineralstoffe usw. bekommt. Dafür ist wichtig die Präparate ein Lebenslang einzunehmen. Die erste Zeit muss man hauptsächlich Tee und flüssige Kost zu sich genommen werden, das alles nach den Anweisungen vom Arzt. Danach wird das essen auf püriertes umgestellt, mit meistens 8 kleinen Mahlzeiten damit man sich dran gewöhnt und man muss ausreichend Trinken. Aber niemals zu den Mahlzeiten trinken.

Nach 3 Monaten normalisiert sich die Nahrungsaufnahme und man sollte aber kleine Mahlzeiten beibehalten mit vielen Ballaststoffen. Man muss dann vorsichtig sich an das Essen rantasten, was man Verträgt und was nicht. Hier muss man aber auch auf Fettige und Zuckerhaltige speise verzichten damit es kein Dumping-Syndrom kommt und damit man die akuten Durchfallbeschwerden in Schach halten kann.

Zum Verfolgen

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