Magenbypass,  Essen nach Operation

Wann wieder richtig kauen nach einer Magenverkleinerung?

Hey, super, wir haben es fast geschafft und bis hier geschafft. Okay, noch nicht ganz. Aber man macht sich in der Vorbereitung nun Gedanken, wann es wieder mit der Aufbaukost losgeht und wie man das neue Verhalten trainieren kann. Bis heute war dieser Gang kein Kaffeekränzchen. Viele Arztbesuche, Beratungen, viele Blutabnahmen und Gutachten wurden gemacht und auch viele Tränen sind geflossen. Oft fühlt man sich überfordert und hilflos und doch hat man weitergekämpft und gewonnen.

Nun kann bald das neue Leben 2.0 beginnen. Dafür bedeutet es weiter arbeiten und mit dem richtigen Essen dauerhaft abnehmen…..nach der Operation bekommt man im Krankenhaus erstmal Brühe, Suppe und anderes flüssiges Essen. Also die Flüssigphase, die nicht wirklich Spaß macht, aber für diese Zeit bekommt man das hin. Es kann sich mit der Kostaufbau auch mal über 4 Wochen hinziehen.

Warum muss ich mich an die Kostaufbau halten?

Es macht Sinn, sich an die Vorgaben und die ersten 4 Wochen nach der Operation zu halten. Man muss vorsichtig sein mit dem Essen und erstmal nichts Festes zu sich nehmen. Es sind alles nur Vorschläge, die man bekommt. Am Ende gibt jede Adipositas-Klinik seine Empfehlung mit denen man dort am besten Erfahrungen Sammeln konnte. Am Ende muss aber jeder entscheiden, ob es auch etwas schneller gehen darf bei sich selbst.

Jedoch niemals sich über die ärztliche Anweisungen hinwegsetzen, die wissen oft wie das am besten ist für seinen Patienten und jeder reagiert anders auf Nahrungen.

Kostaufbau nach Magenverkleinerung

Also wir machen uns klar war bis jetzt passiert ist und was wir erleben – eine große Operation, bei dem ein Teil des Magens abgetrennt wird und der Darm wurde auch an mehreren Stellen geschnitten und genäht. Wir bekommen dann große Wunden im Körper, die erst zusammenwachsen müssen und das dauert einige Zeit. Nebenbei muss der Körper und die Organe weiter ihre Arbeit machen. Damit diese empfindlichen Nähte gut verheilen können, sollte man nichts tun damit diese gereizt werden. Also das bedeutet dann mildes Essen ist angesagt und vor allem nichts was kratzen könnte. Darum gibt es in den Kliniken erst eine Flüssigkost für die ersten Tage.

Die ersten 1 – 2 Wochen wird empfohlen Flüssig zu essen. Je nachdem wie in einem alles verheilt wird das verlängert oder verkürzt. Einige sagen, alles, was durch einen Strohhalm passt kann getrunken werden. Also sollte man Brühe mit wenig Gemüse garen, mit einer Eiweißquelle aus Frischkäse und vielleicht wenig gekochtes Hähnchenfleisch nehmen und pürieren. Am Anfang bekommt man jedoch eher Joghurt, Trink-Joghurt oder flüssige Suppen. Jedoch ist das immer bei einen unterschiedlich und man muss sich dran gewöhnen, dass es auf den Körper ankommt, wie schnell er sich umstellen kann. Meistens nimmt man am Morgen und Abend eher Joghurt, Quark mit Obstpüree dabei zu sich. Hier kann man das mit Milch strecken damit es flüssiger wird.

Übergang zum festen Essen

Das bedeutet das man oft 1–2 Wochen einige breiig Phase hat, die man auch mit sehr weiche Speise übersetzen kann. Irgendwann kommt es dann vor das man diese Flüssigkost nicht mehr sehen kann und das man irgendwann gerne wieder was anderes in den Mund bekommen möchte. Jedoch muss man sich wirklich gedulden und es gibt einen Tipp „Wenn du das Essen ohne Zähne am Gaumen zerdrücken kannst, dann kannst du das essen“.

Probiere es einfach mal aus. Wichtig ist eben das man nicht zu früh auf das feste Essen umsteigt, man muss medizinisch immer noch an die Nähte im Magen und dem Darm denke und diese schonen. Da sind scharfe, scharfkantige und faserige Speisen sehr ungünstig.

Diese Dinge sind eben streng damit man sich nicht gefährdet oder dass man wieder auf dem OP-Tisch landet, weil man doch unbedingt Brot, Fleisch oder Nüsse essen musste und diese dann in großen Brocken geschluckt hat und das den Magen verstopft. Diese Gefahr besteht und darum sollte man unbedingt auf die Ärzte hören. Die tun das nicht, um jemanden zu quälen, sondern um diesen zu schützen und gut über die Zeit bringen möchten. Man muss sich nach der OP vernünftig verhalten und vorrausschauen.

Ca. 4 Wochen ist meistens vergangen bis bei einigen die Wundheilung abgeschlossen ist. Nun probiert man schon mal vorsichtig aus, was man verträgt. Das ist ja bei jeden unterschiedlich und das muss man raus Probieren. Welche Speisen kannst du mit den Zähnen nun so bearbeiten, dass man damit einen Speisebrei bereiten kann, damit man das gut schlucken kann? Wie verträgst du diese Konsistenzen? Das kann sein das es auch mal ein kleines Stück Brot sein darf. Aber es kann auch sein das man Fleisch und Brot und vor allem Nudeln erst sehr viel später vertragen kann.

Natürlich ist man ungeduldig, aber man muss einfach langsam machen. Man wird nicht lange warten bis es wieder „normal“ wird. Das, was man in der Vorbereitung gelernt hat, muss man dann umsetzen.

Mache dir immer wieder Notizen, vor allem für die Zeit zu Hause. Damit kannst du und dem Arzt viel Arbeit abgenommen werden, wenn es doch mal Probleme gibt. Ich rate dir, lege dir ein Buch an, das du immer füllt mit Problemen, Sachen die man nicht verträgt usw.

Fragen, die man aufschreiben sollte und beantworten sollte für sich alleine

  • Habe ich die flüssige Speise gut vertragen?
  • Vertrage ich die breiige Speise gut?
  • Wie sieht das mit den Schmerzen aus? Mit oder ohne Schmerzmittel
  • Kleine Mahlzeiten und gut kauen nie mehr als 100-150g.
  • Sinnvoll von Mahlzeiten zusammenstellen wie 3 Bissen Eiweiß, 1 Bissen Gemüse oder Obst und wenig Kohlenhydrate. Kein Zucker.
  • Schaffe ich auch wirklich alles gut zu kauen?
  • Merke ich bei gut gekautem Essen, das ich satt bin?
Zum Verfolgen

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