Rückfälle Schlauchmagen
9 Monate nach OP,  Meine Geschichte

Rückfälle und meine 9 Monate nach OP

Das heutige Thema Rückfälle dreht sich um den Schlauchmagen und die Gelüste, die noch im Kopf sind. Und wenn ich jetzt schon über 8 Monate operiert bin, habe ich auch immer wieder ein Gelüste nach Lakritz. Das könnte Rückfälle geben, wenn man nicht aufpasst. Ich habe nicht so stark Hunger nach Schokolade und anderen Süßigkeiten. Es stört mich auch nicht, wenn mein Mann was für sich einkauft. Ich finde das ok, er soll nicht meinetwegen verzichten. Kritisch wird natürlich, wenn ich doch ein Stück Kinderschokolade nasche oder gefüllte Donuts. Diese Sachen sollte ich meiden. Es entsteht sonst ein Gefühl nach mehr, dann könnte ich mich nicht mehr kontrollieren.

Bei Kinderschokolade setzt der Verstand aus. Diese weiße Schokolade in Verbindung mit der Vollmilchschokolade kann das Gefühl nach mehr auftauchen. Kennen aber auch andere mit den sucht Faktor. Wenn jetzt viele denken, dass durch die Schlauchmagen oder Magenbypass OP alles verändert, alles besser wird, der täuscht sich. Mit einer Operation wird nur der Weg ermöglicht, dass man das Gewicht reduziert, wenn man sich an einige Spielregeln hält.

Die Spielregeln bekommt man schon Monate vor der OP erklärt, was man beachten muss, und lernt mit der Ernährungsberatung eine andere Ernährung kennen. Welche Punkte in der neuen Ernährung wichtig sind, was beachtet werden sollte. Jeder lernt dabei auch, dass man genau weiß, worauf man sich einlässt. Es wird nicht nur der Magen verkleinert, dass man weniger isst und alles besser wird. Nein, denn es geht vom Kopf aus. Denn die Lebensmittel und die Verführung sind immer noch da. Es kann sich nur durch die OP der Geschmack verändern, aber die Erinnerungen bleiben. Man erinnert sich an alte Gewohnheiten. Diese muss nur unter Kontrolle gehalten werden.

Rückfälle

Rückfälle sind immer gegen wen man nicht aufpasst

Ich selbst könnte nur sagen, dass ich bei Lakritze rückfällig werde. Ich habe jetzt vor 2 Tagen durch ein Prospekt geguckt, um den Einkaufszettel zu schreiben, und habe dort diese Jahrmarktlollis gesehen. Das sind diese Schokolollis mit Lakritze, ich denke, jeder kennt die. Sofort war im Kopf dieser Gedanke an diese Lollis und der Geschmack, der dann vom Kopf auch im Mund war. Schlimm war der Geschmack, der auf der Zunge war.Hätte ich jetzt welche gehabt, hätte ich echt hart kämpfen müssen, dass ich nicht dran lutsche.

Man kann lachen oder nicht, ich habe auch immer noch diesen Geschmack von der Lakritze im Mund und hätte so gerne eine Lakritzschnecke gegessen. Würde ich ein esse, ich würde nicht mehr aufhören können. Das ist Kopfsache, der Kopf wird nicht mit operiert, das sind die Dinge, die man jetzt lernen muss, und vor allem, dass man damit umgehen muss.

Ich sage jetzt nicht, dass ich auf irgendwas verzichten muss, sondern ich habe angefangen, anders zu denken, dass ich andere Sachen esse, die nicht mehr so kalorienreich sind. Die mich nicht süchtig machen und wenn ich etwas Kuchen schlemme, ist es wirklich nur ein kleines Stück und ich bin auch damit zufrieden. Ich bin in einer Austauschgruppe mit vielen operierten, um Rückfälle zu meiden und um mich auszutauschen. Ich muss mich wundern, wie einige locker damit umgehen, indem sie einmal in der Woche ein „Fresstag“ einlegen und an diesem Tag einfach alles Essen, was sie möchten Chips, Schokolade, Pizza, Süßes es wird wieder Cola getrunken.

Auch wenn es nur Zero Cola ist, ich könnte das nicht. Ich sag mir, dafür bin ich nicht operiert worden, dafür habe ich nicht die Möglichkeit auf Gewichtsreduktion und auf ein besseres Leben bekommen. Wir müssen uns klar sein, dass wir die übergewichtig sind, die krank sind, die jetzt operiert worden sind, eine Chance haben. Alles für ein neues Leben. Würden wir die nicht wahrnehmen, wäre es für viele Menschen der Lebensweg bald zu Ende gewesen.

Rückfälle

Erfahrungen zu Rückfälle die man machen musste

Vielleicht ist es aber meine Erfahrung, dass ich hier noch haargenau weiß, wie es mir im Januar ging, bevor ich ins Krankenhaus kam. Ich bin fast erstickt und habe keine Luft mehr bekommen. Ich konnte wochenlang nicht auf den Rücken liegen. Über 8 Wochen im Krankenhaus mit 800 kcal. doch das habe ich überstanden, ohne zu hungern. Kein Verlangen nach Schokolade oder Lakritze. 3 Hauptmahlzeiten und 2 neben Mahlzeiten und viel Trinken haben das möglich gemacht. Trinken gab es Tee selber zu Eistee gemacht und ein Faktor war auch, das mein Mann immer da war. Aber ich habe es durchgestanden und bin stolz, dass ich es geschafft habe. Das war mein Schlüsselpunkt, dass ich es durchziehe und schaffe. Daher versuche ich, jeden Rückfall zu verhindern.

Ich sag nicht nur, dass es mir das Leben gerettet hat. Ich habe auch mein Mann damit erspart, dass ich frühzeitig sterbe. Und davon mal ganz ab so eine Operation mit den kosten von 30.000 € verbunden. Geschweige denn von der Rettungsaktion, dass ich überhaupt ins Krankenhaus gekommen bin und ich nach Hause gebracht wurde. Das sind auch noch hohe Kosten, was einen Rettungsdienst kostet. Das sind mit allem Drum und Dran war das über 45.000 und meine Krankenkasse hat mich da voll unterstützt.

Im Endeffekt ist das, was ich dafür bekommen habe, das Leben und eine bessere Gesundheit. Wenn ich überlege, dass ich vorher Atemnot hatte, dass ich Diabetes hatte, dass ich öfter Sonntag spritzen musste. Ich blutdrucksenkende Mittel brauchte. Ich brauchte Schlafmittel, ich hatte Probleme, überhaupt einzuschlafen. Dazu hatte die Schlafapnoe. Wenn ich jetzt zurückdenke, habe ich keine Schlafapnoe Probleme, ich brauch keine Schlaftabletten mehr, da ich gut einschlafe. Das Gerät steht noch am Bett zur Sicherheit. Blutdrucksenkende Mittel wurden abgesetzt.

Blutdruck schlägt um von hoch- zu normal

Im Gegenteil, mein Blutdruck hat sich so normalisiert, dass ich deswegen ja ins Krankenhaus gekommen bin. Ich musste über Tage neu eingestellt werden (Blutdruck/Kreislauf waren weg) und damit ich überhaupt wieder einen Blutdruck habe, der nennenswert ist. Es gab dafür neue Tabletten.Ich bin noch offiziell Diabetiker, brauch aber keine Spritzen und keine Tabletten mehr. Meine Nierenwerte sind besser geworden, meine Leber ist dadurch dünner geworden, also hat abgenommen, was ja vor der Operation wichtig ist.

2. Teil folgt…..

Zum Verfolgen

Ein Kommentar

  • M.Rotter

    Liebe Julia,
    da heisst es nun durchhalten. Ich stelle mir das sehr schwierig vor, aber denke einfach immer daran, was du mitgemacht hast, bis du hier warst, wo du nun stehst. Alles Liebe für Deine Zukunft.

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Datenschutzerklärung!

CommentLuv badge

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.