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Nierenerkrankung & Nierensteine

Nierenkrank, das bin ich. Auch eine Begleiterscheinung vom Diabetes und dem Übergewicht. Bei mir kommt das unter anderen durch den Diabetes, die Medikamente, die ich dafür bekam, darf ich nicht mehr nehmen. Dann der Herzinfarkt, die Beschädigung vom Herzen dadurch und dann irgendwann haben meine Nieren für kurze Zeit ihren Dienst eingestellt das ich für 3 Wochen Dialyse machen musste. Sie arbeiten zwar wieder, aber nicht vollständig und ich muss bei allem aufpassen. Ohne Medikamente geht es nicht, dann entwässern und eben aufpassen was ich so nehme an Medikamente. Ich kann nicht mehr einfach in die Apotheke um mir was holen, es muss alles vom Arzt überprüft und abgesegnet werden.

Ich möchte auf Nieren- und Nierenkrankheit und Nierensteine eingehen heute. Es ist nur meine Erfahrungen, möchte damit keinen Arzt ersetzen. Wenn ihr Probleme habt, Sorgen geht bitte zu eurem Arzt und wartet nicht zu lange.

Was sind eigentlich Nieren?

Unsere Nieren sind 2 paarige angelegte Organe, die sich beiderseits der Wirbelsäule etwa in Höhe der unteren Rippen befinden. Jede Niere ist je nach Körpergröße zwischen 9 und 12 cm lang und 4 bis 6 cm breit und 3 bis 5 cm dick. Zusammen wiegen beide Nieren nur ca. 300g. Gesunde Nieren haben eine glatte Oberfläche. Sie übernehmen für den Körper viele Aufgaben, sind sehr gut durchblutet. Täglich fließt ca. 1800 Liter Blut durch unsere Nieren.

In der Nierenrinde befinden sich viele kleine Blutgefäßknäuel, de sogenannten Glomeruli. In diesen Glomeruli ist die Blutgefäßwand für verschiedene Bestandteile des Blutes durchlässig. Während die Blutzellen, also die roten und weißen Blutkörperchen, sowie Plasmaalbumin nicht aus dem Blutgefäß austreten können, passieren Glukose – Zucker, Harnstoff, Elektrolyte und Wasser die Gefäßwand und werden in den sogenannten Tubuli aufgefangen. Diese Flüssigkeit wird als Primärharn bezeichnet. Pro Minute werden auf diese Weise ca. 125ml Primarharn gebildet. Das entspricht am Tag 180 Liter. Diese enthalten Salze, Nährstoffe und Schlacken, aber keine Blutzellen und kein Eiweiß. Die Ausscheidung über die Nieren wird durch 2 unterschiedliche Mechanismen gewährleistet:

• Das Blut wird fein gefiltert – glomeruläre Filitration
• Aktive Ausscheidung von Substanzen aus dem Blutstrom in die kleinen Urinkanäle – tubuläre Sekretion

Die Tubuli verlaufen geschlängelt durch die Nierenrinde und das zur Nierenmitte angrenzenden Mark. Auf diesen Weg werden viele Bestandteile des Primärharns und fast die gesamte Flüssigkeit wieder resorbiert und bleiben dem Körper erhalten. Das führt dann zu einer Konzentration des Primärharns, das Ergebnis der eigentliche Urin. Dieser enthält bei einer gesunden Niere ca. 20 – 30 g Harnstoff am Tag, 0,25 bis 0,75g Harnsäure, 0,5 bis 1,8g Kreatinin und 0,7 bis 1,5g Phosphat.

Nieren sind im Körper verantwortlich für

• Einen ausgeglichenen Flüssigkeits- und Elektrohaushalts
• Die Regelung des Blutdruck
• Entgiftung, gemessen an Harnstoff und Kreatinin
• Regelung des Säure-Basen-Haushalt
• Regelung der Bilder von roten Blutkörperchen
• Produktion von Hormonen und Enzymen

Was bedeutet eine chronische Nierenerkrankung?

Viele chronische Erkrankungen sind ein langsamer und oftmals unbemerkter Verlauf. Anders als bei den meisten akuten Erkrankungen die man durch Schmerzen oder andere Symptomen wie Fieber begleitet werden, wird bei einer chronischen Erkrankung der Arzt seltener aufgesucht. Chronische Erkrankungen bleiben oft unentdeckt oder werden über die Zeit hinweg unter therapiert. Es besteht so die Gefahr, dass sie sich zu einer terminalen oder endgültigen Erkrankung entwickeln, was bedeutet, dass die Schädigung eines Organs oder Körperteils so weit fortgeschritten ist, dass selbst medizinische Behandlungen die Funktionen nicht wiederherstellen können.

Für einen Krankheitszustand muss ein Auslöser erforderlich sein. Das kann durch einen genetischen Defekts von außen auf den Patienten einwirken oder Krankheitserreger wie Bakterien und Viren geschehen oder durch eine Krankheit wie Übergewicht, Rauchen und Bluthochdruck usw. vorkommen. Aber vor allem auch Diabetes kann der Auslöser sein.

Erkennen der Erkrankung

Es werden 2 Verfahren eingesetzt, wenn der Arzt eine Nierenstörung vermutet

• Der Urintest mit der Messung der Konzentration eines Eiweißes, des Albumins
• Der Bluttest mit Bestimmung eines Blutparameters, des Kreatinins. Steigt der Wert an, muss von einer Funktionsstörung der Niere ausgegangen werden.
• Ermittlung der Nierenfunktionsfähigkeit durch GRF und Clearance.
Der GFR ist für die Abschätzung der Nierenfunktion die wichtigste Größe.

Für detaillierte Bewertungen werden verschiedene bildgebende Verfahren angewandt, am häufigsten Ultraschall.

Nierensteine

Steine in der Niere entstehen aus Schadstoffen im Körper, die dort lange liegen, dass sie Kristalle gebildet haben. Normal spült die Niere alle Schadstoffe aus der Niere und es entstehen keine weiteren Probleme. Wenn dieser Vorgang unterbrochen wird oder nicht mehr richtig funktioniert, kann es sein, dass kleine Steine entstehen.

Wenn es zu mehreren Nierensteinen kommt, dann kann es einen Nierenanfall geben. So ein Anfall ist sehr schmerzhaft. Ob sind die Körperseiten und der Rücken auch betroffen. Diese Schmerzen halten einige Tage an, solange bis die Steine in der Blase angekommen sind. In den meisten Fällen können diese Steine dann heraus gepinkelt werden. Denkst du, du hast Steine in der Niere? Dann solltest du sofort zu deinem Hausarzt und ihn das Schildern und nicht warten.

Nierensteine können durch Lebensmittel kommen

Nierensteine können sehr schmerzhaft sein, ich spreche da aus Erfahrung. Kleine Steine werden meistens nur durch Zufall bei einer Ultraschalluntersuchung entdeckt. Gerade bei Frauen können diese Steine auch eine Ursache einer Blasenentzündung oder Blut im Urin sein. Sind die Steine zu groß, können sie im Harnleiter verhaken und zu sehr heftigen Schmerzen führen. Es gibt auch bestimmte Lebensmittel, die die Entstehung von Nierensteinen begünstigen können.

Die meisten Nierensteine bestehen au Calciumoxalat. Viele Lebensmittel enthalten ebenfalls Oxalaten – darum können diese Lebensmittel das Risiko erhöhen, das man Nierensteine bekommt, erhöhen. Die folgenden Lebensmittel sollte man meiden, vor allem wenn man schon Probleme mit den Nieren hat, ansonsten sollte man diese nur in kleinen Mengen verzehren:

Spinat, Rüben wie Rote Beete und Süßkartoffeln. Jedoch ist auch Oxalaten in Nüssen, Tee und Schokolade enthalten. Das ist natürlich heftig, aber man sollte das ja eh nicht in großen Mengen essen. Wenn man aber schon einen Nierenanfall hatte sollte man das mit dem Arzt besprechen und vom Ernährungsplan verbannen. Oder wirklich nur vorsichtig genießen.

Zum Verfolgen

2 Kommentare

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