Psychologisches Gutachten,  Magenbypass,  Psychologisches Gutachten

Magenbypass – Psychologisches Gutachten

Der Weg zum Magenbypass ist nicht einfach und man muss diese Operation auch nur als Unterstützung sehen. Unterstützung, um wieder in ein normales Leben zu kommen. Denn mit Adipositas ist das Leben alles andere als normal. Am wichtigsten sind da eben die Folgeerkrankungen, die man bekommt und die einen den Boden unter den Füßen wegziehen kann. Man erinnert sich nur noch wage an das Leben von früher. An das ich mit weniger auf der Waage und erst jetzt wird einen Bewusst, was man sich antut und wie weit das gekommen ist. Man leidet und macht sich Vorwürfe. Jahrelang hat man Diät gemacht, abgenommen und wieder zugenommen und kommt von allein nicht mehr aus diesem Teufelskreis raus.

Ich habe alles durchgemacht und es war immer wieder belastend, wenn ich das abgenommene nicht halten konnte oder neue Medikamente bekommen habe. Gerade Medikamente, die ich 3 Wochen genommen habe und dann waren über 20kg wieder mehr auf der Waage. Irgendwann gibt man auf und möchte nicht mehr Kämpfen. Man glaubt nicht dran das man es ändern kann. Doch dann kommt man mit seinem Arzte auf das Thema Magenbypass und nimmt Kontakt auf zum Adipositas Zentrum. Es keimen Hoffnungen auf und man erfährt dort alles was das Leben verändert. Nein falsch, nicht verändert, sondern komplett auf den Kopf stellt. Das alte Leben wird es nie wiedergeben und damit verändert sich alles. Das Verhalten, das Essen, die Gesundheit und das Leben. Und damit die Ärzte sich auch sicher sind das man das schafft damit zurecht zu kommen, muss man ein Psychologisches Gutachten machen lassen.

Ein Schritt zur Operation – Psychologisches Gutachten

Voraussetzung für die Operation zum Magenbypass ist dieses Gutachten. Das dienst dafür das man sicher gehen kann, dass die Psyche vom Patienten bereit ist für diese Operation und die Veränderungen. Man muss stabil sein, sich im Klaren sein was diese Operation bedeutet. Aber wichtig ist eben auch das man durch das Gespräch mit dem Psychologen etwas über die Geschichte erfährt, was man erlebt und durchgemacht hat. Wo die Probleme angefangen haben und wie man mit allem umgeht. Wie es einen Seelisch geht und wie man damit umgeht, wenn die Operation gemacht ist und dann das für einen wichtige Essen nicht mehr Punkt eins ist. Wichtig eben auch das man auf einmal ein anderer Mensch wird. Das man statt komischer Blicke und Wörter und Verurteilungen vielleicht Komplimente bekommt, wenn man abgenommen hat. Eben genau das Gegenteil von dem was man jetzt erlebt.

Das Gespräch dauert in der Regel 1 Stunde und es wird natürlich für das Gutachten alles aufgeschrieben. Man wird dann begutachtet und das Gutachten wird zum einen an das Adipositas Zentrum, aber auch eine Kopie an den Patienten geschickt. Das zusenden vom Gutachten kann 4 Wochen Dauern und da steht dann auch drinnen, ob man einer Operation zustimmen würde.

Warum brauche ich ein psychologisches Gutachten?

Jede Operation birgt große Risiken- auch ein Magenbypass. Damit man die Risiken wirklich geringhalten kann, wird in der Leitlinie Adipositas vor der Operation verschiedene Beratungsgespräche wichtig. Fachärzte sollen klären, ob zum einen der Gesundheitszustand diese operative Behandlung erlaubt. Aber das psychologische Gutachten soll sicherstellen, dass auch die psychosozialen Gegebenheiten für einen Behandlungserfolg sprechen.

Für das Gutachten muss man einen Termin machen. Das kann schon ein paar Wochen dauern bis einen Termin gefunden wird. Die Terminkalender sind sehr voll und nicht alle Psychologen stellen ein Gutachten aus. Bei einigen muss man einen Fragebogen ausfüllen und diesen dann mitbringen. Es geht da um die Entstehung der Adipositas Erkrankung und die Ernährungsgewohnheiten. Natürlich auch Maßnahmen wie man versucht hat das Gewicht zu Reduzieren.  Es geht auch um die psychische Belastung und die Folgeerkrankungen, die einen schon getroffen haben.

Es kann sein das nach dem Gespräch schon gesagt wird, ob man einer Operation zustimmt. Das Gutachten und die Stellungnahme braucht man auch für die Krankenkasse und die Kostenübernahme.

Die kosten für das Gutachten

Das ist unterschiedlich. Meine Krankenkasse hat die kosten von ca. 160 Euro übernommen, brauchte nur eine Überweisung. Aber es kann auch sein, dass man die Kosten selbst tragen muss. Das kann man erfragen und sich sonst eines Psychologen suchen, der das mit der Krankenkasse verrechnet.

Hier kann aber auch das Adipositas Zentrum helfen, das man da einen findet, der zum einen die Kostenübernahme mit der Krankenkasse abrechnet und der ein Gutachten erstellt.

Fragt immer nach bei der Krankenkasse und bei dem Psychologen damit ihr das vorher wisst und euch drauf einstellen könnt.

Nachsorge nach der Operation

Auch hier muss man für eine Nachsorge sorgen, denn das alte Leben ist einfach weg und alles was man hatte muss verändert werden.  Die Veränderung vom Selbstbild, die Körperwahrnehmung und auch die eigene Identität verändern sich. Damit muss man zurechtkommen und daher ist eine Nachsorge wirklich wichtig. Dort wird dann alles besprochen was einen belastet, wie man sich fühlt und vielleicht Probleme angesprochen und so bearbeitet.

Diese Nachsorge wird über die Gesundheitskarte abgerechnet. Wichtig ist eben das man sich die Termine schon früh holt, weil das nicht einfach ist einen Termin zu bekommen. Einige haben lange Wartezeiten. Kümmere dich jetzt schon drum, damit du dann einen Platz hast für die Nachsorge.

Zum Verfolgen

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