Dumping
Adipositas,  Dumping,  Gesundheitliche Aspekte

Was ist Dumping?

Dumping-Syndrom ist im englischen Wort „plumpsen“. Das Syndrom bedeutet, das sich der komplette Mageninhalt in den Dünndarm entleert. Das geht sehr schnell und Ärzte sagen dazu auch „Sturzentleerung“. Vorgänge, die jemand mit einem gesunden Organismus nicht hat, werden gestört. Zu 90 % kommt das Dumping bei Operierten am Magen vor.
Wann tritt das Dumping-Syndrom auf?

Es „kann“ nach einigen Operationen am Magen vorkommen. Es gibt ein Früh- und Spätdumping. Frühdumping ist eine Entleerung vom Mageninhalt in der Zeit von 30 Minuten nach einer Mahlzeit. Bei einem Spätdumping spricht man von einer Zeit von 1 Stunde bis zu 2 Stunden nach dem Essen. Bei beide Syndromen können folgende Beschwerden vorkommen, Erbrechen und/oder Übelkeit, Unwohlsein, Herzrasen, Schwächegefühl bis zum Umfallen, Kopfschmerzen und weitere Symptome.
Vorkommen kann das nach Operationen am Magen. Sehr oft beim Magenbypass, auch mit dem Schlauchmagen kommt das vor.

Dumping

Dumping und das Vorkommen

Es gibt auch andere Eingriffe bei denen Dumping auftreten kann. Wenn es zu Symptomen kommt ist es Möglich mit unterschiedlichen Behandlungen eine Lösung zu finden. Es müssen weiter Regeln eingehalten werden. Langsames Essen und gut kauen, kein Trinken zum Essen, die 30 Minuten Regel einhalten, vor und nach den Essen eine Pause einhalten. Aber auch die Menge der Speise anpassen und 5 Mahlzeiten am Tag einhalten. Es kann bei weiteren Problemen auch mit Medikamenten eine Abhilfe geschaffen werden.

Beschwerden können dauerhaft bleiben, das bedeutet es sind lebenslange folgen mit den ein Operierter leben muss. Mit Beschwerden von Bauchschmerzen, Blähungen bis hin zu Völlegefühl. Bei mir kommen Übelkeit und Erbrechen zusammen mit Schwächegefühl danach. Durch einen Mangel an Nährstoffen und Abbau von Muskeln können vorkommen mit der folge von Müdigkeit und Schlappheit.

Verdauungsweg wurde verkürzt bei einer Operation

Mit einer Magenoperation wird auch die Menge der Nahrung reduziert, man ist weniger als 75 % der alten Menge. Es kann durch die Verkürzung des Darms eine Mangelverdauung hervorrufen. Unser Darm hat mit der Versorgung der Nährstoffe verschiedene Bereiche, das entfällt aber nach der Operation. Der Nahrungsbrei passiert nun bestimmte Bereiche nicht mehr, zu folgen, dass wir über die Nahrung nicht mehr alles abdecken können mit Vitaminen und Mineralstoffen.

Jetzt kann es passieren das durch das Dumping der Mageninhalt unkontrolliert in den Dünndarm kommt. Bei diesen Vorkommen kommt viel Wasser aus den Blutgefäßen in den Darf. Folge ist das der Blutdruck abfällt und Schwindelgefühl tritt auf. Welcher Teil verändert wird, wird in einer Operation entschieden. Es kann erst entschieden werden, wenn man Operiert wird, da es unterschiedliche Faktoren gibt, die mit einfließen.

Dumping

Eigene Erfahrung nach Schlauchmagen-Operation

Selbst habe ich oft ein Dumping erlebt. Bei dem ersten Auftreten war es ungewohnt, komplett neu und dank meinen Adipositas Zentrum konnte mir meine Panik genommen werden. Natürlich habe ich viel drüber gelesen, wenn es dann passiert, ist es etwas anderes. Es ist einmal vorgekommen das ich ein Dumping hatte und es mir danach nicht sehr gut ging. Erst dachte ich es wäre ein Herzinfarkt. Wir konnten keinen Blutdruck messen, es war immer eine 0. Ich wurde ins Krankenhaus gebracht, dort weiß ich nicht mehr viel. Nur das mein Kreislauf weg war und ich über 7 Tage auf der Intensivstation lag. Mit schweren Medikamenten wurde der Kreislauf oben gehalten.

Auslöser waren viele Faktoren, der Dumping mit den Folge Problemen, aber auch alte Medikamente. Vorher hatte ich Bluthochdruck, musste dagegen Medikamente einnehmen. Mit der Schlauchmagen-Operation ist der Blutdruck normal geworden, mit den alten Medikamenten wurde er immer niedriger. Jetzt wurde ich neu eingestellt und mein Kreislauf ist stabil. Dumping kommt leider immer wieder vor. Bei mir ist es oft so, dass ich mich übergeben muss. Vorgekommen ist es durch einige bestimmte Lebensmittel, Auslöser jetzt die Unverträglichkeiten. Aber auch wenn ich auf andere „Probleme“ nicht geachtet habe, kommt das recht schnell unter 30 Minuten. Das muss man mit dem Arzt besprechen, um das Problem zu lösen.

Vor einer Operation sollte man sich mit Dumping auseinandersetzen lernen, es jeden treffen. Aber man kann mit seiner Ernährungsberatung und seinen Arzt aus den Adipositas Zentrum reden. Nach einer Operation ist das immer noch ein Ansprechpartner. Diese Arbeit miteinander ist wichtig und sollte der erste Ansprechpartner sein.

Zum Verfolgen

11 Kommentare

  • Renate

    Dumping? Das kannte ich bisher nur als Preisdumping.:-) Habe ich doch wieder was gelernt. Ich finde es super, wie Du Dich mit solchen möglicherweise auftretenden Problemen auseinandersetzt und Andere darüber informierst. Sehr hilfreich für Betroffene! Übrigens gefallen mir Deine Food-Fotos sehr gut. Die machen ordentlich Appetit…

  • Sirit

    Hallo! Als allererstes wünsche ich Dir gute Besserung und gute Heilung und Durchhaltevermögen. Das hört sich schlimm und schmerzvoll an und kannte ich bisher noch gar nicht. Liebe Grüße! Sirit

  • Miriam

    Liebe Julia,
    Oh nein, das tut mir leid, dass du damit noch immer zu kämpfen hast und dass das für dich der Horror ist, kann ich sehr gut nachvollziehen. Mir war der Begriff Dumping in dem Zusammenhang nicht bekannt und jetzt bin ich direkt etwas schlauer geworden. Ich finde es immer gut, wenn Menschen offen mit ihrer Erkrankung und Symptomen umgehen, um anderen Mut zu machen.
    Liebe Grüße von Miriam von Nordkap nach Südkap

  • Tanja L.

    Ich habe nie zuvor von Dumping gehört (nur bei Löhnen oder Preisen). Ich finde, es klingt wie eine sehr gefährliche Sache. 7 Tage INtensivstation sind schon nicht wenig. Je mehr ich bei dir über diese Magen-OPs lese, um so mehr frage ich mich, wieso man die eigentlich macht. Es scheint so viele Risiken und Probleme zu geben, hätte e sda keine andere Lösung gegeben? Wird das irgendwann weg geghen oder hast du da dein Leben lang mit zu kämpfen?

  • Mo

    Liebe Julia,

    es tut mir leid zu lesen, dass du noch immer Probleme damit hast. Von dem Duming-Syndrom habe ich selbst noch nie etwas gehört, scheint auch nur unter bestimmten Umständen aufzutreten. Daher fand ich den Artikel sehr interessant und danke dir für deine Ehrlichkeit im Bezug auf deine eigenen Erfahrungen. Das macht Betroffenen bestimmt Mut.

    Liebe Grüße
    Mo

  • Katja

    Liebe Julia,

    ich zolle Dir großen Respekt, dass Du so offen mit der Krankheit und der gesamten Problematik umgehst.
    Es macht anderen Betroffenen sicher Mut zu sehen, dass sie nicht alleine sind.
    Ich wünsche dir alles Gute und sage danke für die Aufklärung.

    Viele Grüße, Katja

  • Jana

    Von Dumping hatte ich bisher noch nichts gehört, aber was es so alles gibt! Ich leide auch manchmal unter Herzrasen, ziemlich heftig sogar, aber ich denke dass das andere Gründe hat.

    Schön, dass du darüber aufklärst!

    Liebe Grüße
    Jana

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