Adipositas

Was ist eigentlich Adipositas?

Was ist eigentlich Adipositas? Auf das Thema möchte ich eingehen, damit man das auch versteht und sich Gedanken macht. Wichtig ist mir das niemand jemand Verurteilt. Egal was er hat und warum, für jemanden der Adipositas ist, ist das Leben nicht einfach. Da hilft es nicht, wenn jemand sagt, nimm doch endlich ab. Höre auf das zu Essen. Du machst ja nichts. Niemand, wirklich niemand weiß warum jemand Übergewichtig ist. Es kann durch Probleme und Sorgen kommen, durch ein Erlebnis und aus Krankheit. Aber niemand darf urteilen, sondern sollte jemand nehmen wie man ist. Freunde, Bekannte und Verwandte sollten jemanden unterstützen und nicht Maßregeln und fertig machen. Und ich weiß wovon ich rede.

Was ist Adipositas?

Der lateinische Begriff Adipositas bedeutet starkes oder krankhaftes Übergewicht, oft wird er auch als Fettleibigkeit oder Fettsucht übersetzt. Ein grobes Maß dafür ist der Body-Mass-Index. Mit zunehmendem Übergewicht steigt das Risiko für Erkrankungen, die mit der Adipositas zusammenhängen.

Leider sehen das immer noch Ärzte als ein Zeichen als ungesunden Lebensstils und falscher Ernährung. Jedoch ist das eine Erkrankung mit unterschiedlichen Ursachen. Adipositas wird das genannt, wenn Menschen einen Body-Mass-Index (BMI) über 30 /m2 haben. Der BMI ist aber nur ein grober Richtwert denn man nehmen sollte. Gerechnet wird in dem die Körpergröße in Kilogramm durch die Körpergröße in Meter im Quadrat teilt. Mit dem BMI kann man dann noch eine Einteilung vom Adipositasgrad erstellen. Es gibt dafür auch bestimmte Rechner, die das übernehmen.

Normalgewicht 18 bis 24,9
Übergewicht 25 bis 29,9
Adipositas Grad I 30 bis 34,9
Adipositas Grad II 35 bis 39,9
Adipositas Grad III Ab 40

Wie entsteht Adipositas?

Es entsteht durch übermäßige Vermehrung des Körperfetts. Aber auch wenn man über einen längeren Zeitraum mit der Nahrung mehr Energie aufgenommen hat und der Körper das nicht verbrauchen kann. Es wird aber auch mit Übernahrung und Bewegungsmangel begünstigt und treibt dann das Körpergewicht in die Höhe. Leider lassen wir uns vom Lebensmittelangebot Verführen und kennen den Hunger gar nicht mehr. Wir Genießen und die Verführung der Lebensmittel tragen dazu bei.

Aber auch die Gene sind bei der Entstehung vom Übergewicht ordentlich mit im Spiel. Gene entscheiden ob wir das Essen gut oder nicht so gut verwerten können. Daher können einige auch Essen was sie wollen und nehmen keinen Gramm zu.

Aber wir dürfen auch nicht die psychischen Faktoren vergessen, so kann das Essen Stress bewältigen, Stimmungsaufhellend dienen. Aber auch als Schutz vor Verletzungen von anderen Menschen dienen und es nimmt dann Züge einer Sucht an. So können auch Heißhungerattacken vorkommen und spielen eine Rolle.

Adipositas ist eine Krankheit

Adipositas ist eine eigenständige Krankheit. Die Gesundheitsgefahren durch Adipositas sind einerseits aus Störungen des Stoffwechsels und anderseits aus dem hohen Gewicht. Die Stoffwechselstörungen schaukeln sich immer weiter hoch und können so zu Diabetes mellitus werden. Es steigen aber auch Risiken für Herz-Kreislauf-Krankheiten und einige Krebserkrankungen können deutlich ansteigen. Aber das hohe Gewicht ist eine große Belastung für die Gelenke, die den Körper tragen, aber auch Herz und Lunge werden heftig beansprucht. Kein Organsystem ist vor der Adipositas geschützt und werden durch die Krankheit in Mitleidenschaft gezogen. Leider kommen dann auch psychische und soziale Probleme dazu und machen dem Übergewichtigen zu schaffen.

Folgeerkrankungen von Adipositas sind sehr groß und verursachen nicht nur andere Erkrankungen, sondern auch für den betroffenen etliche Risiken. Nicht zu vergessen die verkürzte Lebenserwartung. Es gibt aber auch keine Leitzahl wann das Übergewicht Kritisch wird, aber es kommt auf den Grad an und die Folgeerkrankungen, die jemand schon hat. Dann ist es als kritisch und sollte behandelt werden. Über 40 ist sehr hoch vom Gesundheitsrisiko.

Fettverbrennung ist sehr wichtig

Das Gewicht aber ein weiterer Aspekt ist die Fettverteilung. Dieses ist auch eine Gesundheitsgefährungen für Adipositas und dafür gibt es auch Bezeichnungen. Die Apfeltypen wird eine Fettverteilung bezeichnet, bei der sich die Fettpolster vor allem im Bereich des Bauches bilden, Birnentypen dagegen haben Hüftfett.

Die bauchbetonende Adipositas kommt her bei Männern vor, die Birnenform eher bei weiblichen Personen. Aber diese bauchbetonende Adipositas auch abdominale Adipositas genannt kommt auch bei Frauen vor. Aber auch beim Birnentyp steigt mit zunehmendem Gewicht die Wahrscheinlichkeit, dass auch im Bauchbereich reichlich Fettdepots sich ansammeln.

Je mehr Bauchfett vorhanden ist, desto höher ist das Diabetikerrisiko und eine Herz-Kreislauf-Erkrankung. Denn Bauchfett ist im Unterschied zum Hüftfett sehr stoffwechselaktiv.

Gute Futterverwerter sind schon lange kein Phantom mehr, wie das oft behauptet wird. Es gibt Menschen, die mit weniger Nahrungsernergie auskommen als andere und sind damit gefährdet zuzunehmen. Das ist in der medizinischen Forschung schon lange bestätigt. Aber es ist auch erwiesen, dass viele Übergewichte nicht mehr essen als schlanke Menschen. Ob man nun ein guter oder schlechter Verwerter ist, hängt nur von den Genen ab. Gute Verwerter brauchen mehr Energie, die schlechten Verwerter brauchen weniger Energie, wenn sie bei gleicher Nahrungszufuhr auf eine ausgeglichene Energiebilanz kommen.

Die Basisgröße unseres Energiehaushalts ist der Grundumsatz. Das bedeutet das der Energieverbrauch in Ruhe mit 50 bis 70 % der Hauptanteil des täglichen Energieverbrauchs ausmacht. 20 bis 40% werden für die Bewegung gebraucht, und der Rest wird für Nahrungsaufnahme und Verwertung gebraucht.

Was passiert im Körper eines Adipositas Menschen?

Wir essen, damit der Körper Energie hat und unsere Körperzellen benötigen die Kalorien, die in der Nahrung enthalten sind. Ohne das funktionieren wir nicht. Was wir nicht brauchen, speichert der Körper in Fettzellen, der Energiespeicher unseres Körpers ist. Gespeichert wird es für schlechte Zeiten, wenn das Nahrungsangebot gering ist. Diese Notzeiten gab es früher immer wieder, doch das Nahrungsangebot jetzt ist anders und immer verfügbar und diese ursprüngliche Funktion wird in dem Sinne nicht mehr gebraucht.

Die Folge ist das wir leicht zur Überernährung kommen und einmal entstandene Fettdepots werden nicht wieder automatisch abgebaut. Wer nun über lange Zeit hinweg mehr Kalorien zu sich nimmt, als man Verbraucht, entwickelt Übergewicht. Es reichen dafür schon kleine Überschüsse in der täglichen Energiebilanz aus, um auf langer Sicht zuzunehmen. Aber nicht jeder Mensch ist genetisch gleich. In der ersten Linie hängt es von der Muskelmasse ab, je höher, je mehr Muskelmasse ein Mensch hat. Mit dem Körpergewicht steigt natürlich auch der Umsatz, weil außer Fett in geringen Umfang immer auch die Muskelmasse zunimmt.

Wenn wir nun abnehmen, senkt der Grundumsatz, weil auch die Muskelmasse zurückgeht. Der Grundumsatz pendelt sich dann aber bei einer kalorienreduzierten Diät mit der Zeit ein, aber darum wird auch die fortlaufende Diät weniger. Der Körper versucht immer sein Gewicht möglichst konstant zu halten. Es gibt dafür im Körper verschiedene Regelkreise, die alles versuchen, um den Gewichtsverlust zu verhindern. Nun muss man mit einer Diätstrategie versuchen die Gegenwehr vom Körper zu überlisten.

Es kommt noch dazu, dass die einmal erreichte Anzahl von Fettzellen bei uns Erwachsenen weitgehend konstant bleiben. Also bedeutet das, mit einer Reduktionsdiät gelingt es nicht, die Fettzellen zu verringern. Der Abbau dieser Fettdepots beruht vielmehr auf einer Schrumpfung der Adipozyten, die bei Übergewicht auf ein Mehrfaches ihrer normalen Größe anwachsen können. Wird nun die Ernährung nach der Diät hochgefahren, neigen sich Fettzellen dazu, diese Fetteinlagerungen zu vergrößerten.

Erforscht wurde aber auch, dass die aktuellen Stoffwechselvorgänge in Adipozyten, wo rauskam das die vergrößerten Fettzellen große Mengen von Entzündungsstoffen ausschüttet, was ein Bindeglied sein könnte zwischen Adipositas, Diabetes und Gefäßerkrankungen. Fettzellen sind in der Lage zur Wärmebildung selbst Fett zu verbrennen. Welche Auswirkung das hat wird noch erforscht.

Gesundheitsrisiken von Adipositas

Adipositas bringt gesundheitliche Probleme mit sich, die nach und nach vorkommen können und die Lebensqualität massiv beeinträchtigen kann. Und die Folgeerkrankungen mit einer hohen Sterblichkeit verbunden. Folgende Krankheiten können vorkommen:

  • Bluthochdruck
  • Diabetes mellitus
  • Fettstoffwechselstörungen
  • Herzkrankheiten, Herzinfarkt, Herzmuskelschwäche
  • Venenerkrankungen
  • Schlaganfall
  • Atemnot und Schlafapnoe, Lungenfunktionsstörungen
  • Verschleiß an Knie. Und Hüftgelenk
  • Wirbelsäulenerkrankungen
  • Fettleber
  • Gallenblasenentzündungen
  • Refluxkrankheit
  • Tumorerkrankungen
  • Hormonelle Störungen
  • Psychosoziale Störungen, soziale Isolation und Depressionen
  • Demenz und Alzheimer
  • Sehr hohen Operations- und Narkoserisiko

Abklärung von Adipositas

Bei Adipositas müssen unterschiedliche Punkte diagnostisch abgeklärt werden. Ausmaß vom Übergewicht, Fettverteilung, Stoffwechsellage und die frage mit Begleiterkrankungen und Folgeerkrankungen. Welche sind schon vorhanden und müssen behandelt werden. Dann der psychische Aspekt und man sollte eine Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten ermitteln vom Betroffenen.

Dann werden das Body-Mass-Index und Taillenumfang ermittelt und wird dann in den Grad eingestuft. Wenn der Taillenumfang von 88 cm und mehr bei Frauen wie 102 cm sind auch beim Mann weist das auf abdominale Adipositas hin und das bedeutet einem hohen Risiko für Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen hin.

Bei Störung vom Zuckerstoffwechsel wird ein Glukosetoleranztest gemacht. Damit kann man erkennen ob man schon betroffen ist.

Blutfette und Blutdruck bei Adipositas muss regelmäßig kontrolliert werden. Wenn jetzt mehrere Probleme vorliegen und es sind Risikofaktoren, die vorliegen, sind Untersuchungen des Herzens wichtig. Das können EKG, Echokardoigraphie usw. sein die gemacht werden müssen. So erkennt man bereits krankhafte Veränderungen und kann das Behandeln.

Wichtig ist auch ein Ernährungsprotokoll in den man alles genau aufschreibt. Wann esse ich was und wieviel und warum. Da sollte man auch aufschreiben ob man Hunger hat, oder eher Genussessen mit anderen, Stress, Traurigkeit, Verstimmungen, Heißhungerattacken usw. Man kann es verheimlichen, aber es hilft DIR dann nicht. Daher alles genau aufschreiben. So kann man Probleme erkennen und genau da dran Arbeiten, um das Essverhalten zu verändern.

Therapie für Adipositas

Für die Adipositas braucht man eine Therapie, denn es ist eine Krankheit. Aus unterschiedlichen Gründen schaffen es Übergewichtige nicht oft, sich selbst aus dem Dilemma zu befreien. Die Behandlung muss daher direkt auf den Betroffenen abgestimmt sein. Es muss eine passende Strategie geplant werden, damit man den Gegenregulatonsmechanismus vom Körper überlisten kann. Eine Gewichtsreduktion von 30 und mehr ist wichtig. Aber es kann auch unter dem BMI von 30 vorkommen das man abnehmen sollte.

  • Gründliche Untersuchungen und aller nötige Test sollten gemacht werden
  • Ernährungsumstellung mit der Ernährungsberatung, da können Krankenkassen sich an die Kosten beteiligen
  • Bewegungstherapie und ein Programm müssen ausgearbeitet werden
  • Verhaltenstherapie
  • Medikamente wenn es nötig ist und der Arzt das für Sinnvoll hält
  • Chirurgische Eingriffe, wenn es nicht anders geht

Wichtig ist das man für Erfolge sich kleine Ziele stecken sollte, sonst bekommt man Frust und das Gegenteil passiert und man nimmt zu. Wichtig ist nur das man merkt das es kein Idealgewicht gibt wie viele das sagen. Denn jeder Mensch, jeder Körper ist anders. Das wichtigste ist langsam abnehmen und das Gewicht dann halten. Eine schwere Sache damit man nicht in den Jo-Jo Effekt kommt.

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