Magenbypass,  Ernährungsprotokoll

Magenbypass – Ernährungsprotokoll

Nun geht es ans Eingemachte und man muss neben den Terminen für Gutachten und Untersuchungen auch die Ernährungsberatung machen. Was nun auch wichtig ist, was die Krankenkassen meistens fordern ist ein Ernährungstagebuch. Und man sollte dieses auch führen, nicht nur um zu zeigen das man mitarbeitet und das man das in Kopie dann an die Krankenkasse schickt, sondern auch für sich selbst. Damit sieht man seine Veränderungen im Verhalten und evtl. sieht man dann auch noch Probleme, die man sonst übersieht.

Man führt ja am Anfang von der Ernährungsberatung ein Ernährungsprotokoll, was sich die Ernährungsberatung anschaut und dann mit einem alles durchgeht. Vor allem ist hier wichtig das jeder komplett ehrlich ist mit dem Notieren. Man muss nichts verheimlichen oder verstecken, man tut es für sich und muss sich auch nicht schämen. Natürlich haben wir alle Ernährungsprobleme, sonst müssten wir keinen Magenbypass machen lassen.

Ernährungsprotokoll ist der Anfang von allem

Es wird also das Protokoll durchgegangen und besprochen und ich habe das dann so kennengelernt, dass man auch Alternativen für viele Produkte bekommt. Viele Produkte, die man sonst isst, enthalten oft viel Fett und Zucker und da muss man in Zukunft auf die Alternativen schauen. Auch wenn man einen light Joghurt ist, hat dieser noch Zucker und das soll man in Zukunft wegen dem Magenbypass verzichten. Alternative: Naturjoghurt mit frischen Früchten.

Diese Alternativen lernt man nun kennen und kann mit der Zeit dieses Umsetzen. Oft bekommt man dafür auch Zettel mit den Beispielen mit. Damit lernte ich auch auf Kohlenhydrate, Zucker und Fette zu schauen und fange an, das zu Verstehen. Früher war das unwichtig für mich, ich habe gegessen worauf ich Hunger hatte. Also nicht einfach alles, aber nicht unmöglich, das Protokoll beinhaltet einiges, was einen hilft Fehler zu finden. Ich stelle mal ein Beispiel rein, wie das aussehen könnte so ein Ernährungsprotokoll.

Datum/ Uhrzeit Wo habe ich gegessen? Was habe ich gegessen? Menge von der Mahlzeit! Zeit für eine Mahlzeit! Sonstiges
           
28.10.2019 8:00 Wohnzimmer am Tisch Magerquark + Heidelbeeren 150g Quark 2 Esslöffel Heidelbeeren 15 Minuten  
28.10.2019 9:00 Wohnzimmer Heißen Tee 300ml heißen Früchtetee 10 Minuten  
28.10.2019 11:30 Wohnzimmer 1 gekochtes Ei 1 Ei 10 Minuten  
28.10.2019 Vormittags   Wasser/ Sprudel 500ml Trinken 4 Stunden  

So in etwa ist ein Teil vom Ernährungsprotokoll jetzt. Ich schaue schon darauf das ich nicht trinke mit dem Essen zusammen und das ich mir Zeit nehme. Leider kommt es auch mal vor das ich zu schnell Esse oder Trinken will. Aber das ist besser geworden und ich lerne nicht aus.

Ich schreibe aber auch auf, wenn ich mal ein Stück Schokolade esse oder so. Das gehört dazu, auch wenn ich schaue dass ich das mit Obst ausgleichen kann. Wichtig auch das man auf Soßen, Ketchup usw. achtet, da ist auch Zucker enthalten und sollte nur mit Vorsicht gegessen werden. Alternative ist selbst Ketchup machen aus frischen Tomaten. Es gibt dafür einfache Rezepte und die schmecken auch deutlich besser.

Ich werde auch noch Alternativen aufschreiben als Rezept. Ist auch ne gute Idee, wenn man frisches Gemüse hat um das zu Verarbeiten.

Ernährungsprotokoll für die Krankenkasse

Je nach Krankenkasse und AZ – Adipositas Zentrum muss man auch das Ernährungsprotokoll führen. Zwischen 14 Tage bis 6 Wochen kann das Verlangt werden. Ich würde hier das aber über vielleicht 2 bis 3 Monate führen. Wirklich alles sollte man Aufschreiben vom Essen und Trinken egal was man zu sich nimmt. Wichtig ist auch, wo man isst und welche Zeit man sich nimmt. Klar wenn man nur eine kurze Mittagspause hat, ist die Zeit deutlich weniger. Aber da kann man dann was anderes Essen, was von der Zeit passt und dass man danach noch etwas Verdauen kann.

Vermerkt sollte auch werden, wenn man was nicht verträgt oder man Probleme danach hatte. Für einen selber und die Ernährungsberatung. Das Protokoll wird, dann mit der Ernährungsberatung besprochen, ob man sich an alles gehalten hat oder es noch kleine Probleme gibt und was man verändern muss.

Dann sollte man das kopieren und mit dem Antrag zusammen zur Krankenkasse schicken. Aber nicht das Originale, wenn mal was Verschwindet kann man immer wieder eine Kopie machen.

Kleine Tipps noch einmal zur Ernährung

NEIN danke! Kein Fastfood, keine Süßigkeiten, keine Getränke mit Zucker und AlkoholT
Wichtige Ergänzung! 2 Portionen Vollkornbrot oder Müsli, 1 Portion Kartoffeln oder Vollkornnudeln- oder Reis!
Reichlich zugreifen! Je 2 Portionen Obst, Gemüse oder Salat. 2 Teelöffel Oliven-, Raps- oder Leinöl am Tag
Tägliches Muss! 4 Portionen Eiweiß Milch und- Produkte natürlich Fettarm, Eiweißdrink, Fleisch das fettarm ist, Fisch, Eier oder Käse, Sojaprodukte und Hülsenfrüchte
Nie vergessen! Mindestens 1,5 bis 5l Trinken am Tag

Checkliste für die Zukunft

Eine Checkliste für euch und mich, die helfen soll die Gewohnheiten zu ändern und das Gewicht zu reduzieren und zu halten.

  • Mindestens 4 Mahlzeiten am Tag essen inkl. Eiweiß-Drink
  • Portionsgröße Abwiegen und immer drauf achten
  • Zeit zum Essen nehmen ohne das man Abgelenkt wird
  • Langsam essen und immer gut kauen
  • Auf eiweißreiche Lebensmittel achten
  • Immer auf Obst und Gemüse achten
  • Am besten auf Fertigprodukte verzichten
  • Essen und Trinken trennen
  • Trinke immer nur schluckweise
  • Keine zuckerhaltigen Getränke trinken
  • An die Supplemente jeden Tag achten
  • Jeden Tag sich so gut es geht sich bewegen

Ernährungsprotokoll

Name:

Datum:

Uhrzeit Datum Menge Lebensmittel Essen aus …
        ..Hunger ..Gewohnheit ..Langeweile ..Lust ..Stress Geschwindigkeit …langsam …Schnell

Zu guter Letzt für alle!

• Für einen Erfolg, der langfristig ist, muss nach die Ernährungsumstellung, aber auch die Veränderung im Essverhalten ändern und das ist wichtig.
• Die Langzeiternährung sollte ca. 1000 bis 1200 Kilokalorien am Tag betragen. (Genaue Angaben gibt einen aber das AZ)
• Kohlenhydratzufuhr sollte eingeschränkt werden, gute Fette sollten bevorzugt und eiweißreiche Komponenten zu jeder Mahlzeit eingesetzt werden.
• Mikronährstoffe als Vitamine und Spurenelemente werden zusätzlich benötigt.
• Wichtig: Mangelnde Bewegung, unausgewogene Mahlzeiten, ständig Essen über den ganzen Tag sind Faktoren, die mit postbariatrischen Misserfolgen unmittelbar in Verbindung gebracht werden.
• Gewichtsabnahme im Durchschnitt beim Magenbypass mit ca. 60 bis 70 % des Übergewichtes angegeben.
• Der Grundumsatz steigt nach einer Bypass-Operation durch eine erhöhte Bildung der „guten“ braunen Fettzellen.

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