Eisenmangel,  Gesundheitliche Aspekte

Eisenmangel – mangelnde Ernährung oder mehr?

Eisenmangel kann ständige Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, trockene Haut verursachen, alles was ich 2018/2019 hatte. Die Symptome von Eisenmangel kennen viele allzu gut und führen die Symptome oft auf Stress oder zu wenig Schlaf zurück. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Eisenmangel hinter den Problemen stecken ist groß.

Rund zwei Milliarden Menschen, sind von Eisenmangel betroffen. Auch in Deutschland ist das eines der häufigsten Gesundheitsprobleme. Dass Eisenmangel so weit verbreitet ist, kann (muss aber nicht) an Defiziten in der Ernährung liegen. Neben einer unzureichenden Ernährung kann ein Eisenmangel aber auch andere Ursachen haben. 

Eisenmangel

Eisen ist eine lebenswichtige Aufgabe im Körper 

Für den menschlichen Organismus ist ein gut gefülltes Eisendepot elementar. Der gesamte Energiestoffwechsel ist von einem ausreichenden Angebot abhängig. Besonders ist die Funktion, die Eisen beim Sauerstoff-Transport im Körper hat, sehr lebenswichtig für uns. 

Die roten Blutkörperchen, haben die Aufgabe, Sauerstoff von der Lunge zu den Zellen und Organen zu befördern. Das wird durch den eisenhaltigen roten Blutfarbstoff Hämoglobin ermöglicht. Die Fähigkeit, Sauerstoff zu binden und dadurch fähig zu machen, erhält das Hämoglobin erst durch Eisen. Eisen trägt zur Bildung von roten Blutkörperchen und Hämoglobin bei. 

Besteht ein Mangel an Eisen, können Zellen und Organe also nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Die Folgen sind dauerhaft müde und ausgelaugt, die Haut ist blass und trocken. Bleibt der Eisenmangel über eine längere Zeit besteht, können sich weitere Symptome wie brüchige Nägel, Konzentrationsstörungen und depressive Verstimmungen einstellen.

Nur wenn genug Eisen im Blut enthalten ist, wird unser Organismus optimal mit Sauerstoff versorgt und wir fühlen uns gesund und leistungsfähig. Eisen trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei. Die Haut nimmt langsam Farbe an und die depressiven Verstimmungen können wieder verschwinden.

Der Eisenspeicher muss täglich aufgefüllt werden 

Große Aufgaben für ein Spurenelement, das nur in winzigen Mengen im Organismus vorhanden ist. Der Körper eines Menschen enthält durchschnittlich 4 – 5 Gramm Eisen, rund zwei Drittel davon im Hämoglobin. Verbraucht und ausgeschieden werden täglich ein bis drei Milligramm Eisen. Da der Körper das Spurenelement nicht selbst bilden kann, müssen wir regelmäßig durch eisenhaltige Nahrungsmittel wieder auffüllen. 

Tierische Nahrungsmittel, besonders Fleisch und Fleischprodukte, aber auch pflanzliche Lebensmittel wie Hirse, Bohnen, Petersilie oder bestimmte Pilzsorten haben einen hohen Eisenwert. Grundsätzlich ist es also kein Problem, Eisen durch das Essen aufnehmen. Da aber nur ein Bruchteil des aufgenommenen Eisens auch tatsächlich vom Körper verwertet – also aufgenommen und genutzt, ist die tägliche Eisenmenge, die wir zu uns nehmen müssen, sehr viel mehr als der tatsächliche Bedarf

Eisenmangel

Eine Frau braucht mehr Eisenbedarf 

Der tägliche Eisenbedarf von Männern und Frauen ist unterschiedlich. Grund dafür ist ein regelmäßiger Blutverlust, durch die Menstruation entsteht. Bei einer normalen Regelblutung gehen ca. 50 ml Blut und somit 25 mg Eisen verloren. Die deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Männern, täglich rund 10 Milligramm Eisen aufzunehmen, bei Frauen liegt der tägliche Bedarf bei 15 Milligramm. Schwangere und Stillende haben einen erhöhten Eisenbedarf. Daher sollten Schwangere pro Tag 30 Milligramm und Stillende pro Tag 20 Milligramm des Spurenelements zu sich nehmen. 

Eisenmangel und die Ursachen

Bei den meisten Menschen ist eine unausgewogene Ernährung Grund für Eisenmangel. Es können aber auch andere Ursachen vorliegen oder hinzukommen. An einem zu niedrigen Eisenspiegel leiden häufig:   

  • Vegetarier
  • Frauen mit starker Menstruationsblutung 
  • Schwangere, Stillende 
  • Senioren    
  • Kinder und Jugendliche in Wachstumsphasen 
  • aktiv Sporttreibende und Leistungssportler     

Auch bestimmte Krankheiten bzw. deren medikamentöse Behandlung können einen erniedrigten Eisenspiegel hervorrufen: 

  • Rheuma 
  • Darmentzündung
  • Herz- und Niereninsuffizienz    
  • Tumore
  • Chemotherapie 

Symptome und Beschwerden bei Eisenmangel

Wird ein Eisenmangel nicht ausgeglichen, können zu den bereits bestehenden Symptomen und weitere Symptome hinzukommen, die die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Im Anfang werden die Symptome von Eisenmangel von Betroffenen oft nur für ein „kleines tief“ gehalten. Zu den frühen Anzeichen gehören:  

  • Blässe 
  • Müdigkeit 
  • Infektanfälligkeit. 
  • Eisenmangel kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein 
Eisenmangel

Ärzte unterscheiden verschiedene Schweregrade des Eisenmangels. Mit sinkendem Eisenspiegel werden die Begleiterscheinungen des Mangels ausgeprägter und werden zunehmend belastend empfunden. An Anfang des Eisenmangels kann der Körper noch auf Eisenreserven zurückgreifen. Dabei werden vorhandene Eisendepots nach und nach abgebaut. Ist das im Körper gespeicherte Eisen aufgebraucht, kann der Organismus nur noch auf das im Blut befindliche Eisen zurückgreifen. Der Eisenspiegel ist erniedrigt, viele leiden an unangenehmen Mangelerscheinungen. Wenn die Eisenspeicher im Körper schonkomplett entleert ist, wird auch das Eisen im Blut aufgebraucht. Die Symptome des Eisenmangels schränken das Leben stark ein.

  • blasse, spröde oder trockene Haut, Müdigkeit     
  • eingerissene, entzündete Mundwinkel 
  • erhöhte Infektanfälligkeit 
  • verlangsamtes Haar- und Nagelwachstum 
  • Kopfschmerzen 
  • Nervosität 
  • Kälteempfindlichkeit 
  • vermehrter Leistungsabfall
  • Herzrasen 
  • brüchige Fingernägel     
  • nächtliche Schlaflosigkeit trotz Müdigkeit

Vorbeugung und Therapie von Eisenmangel 

Um den Körper ausreichend mit Eisen zu versorgen, muss die regelmäßige Zufuhr des Spurenelements höher sein als der Verbrauch. Leichte Mangelerscheinungen können häufig mit gezielter Ernährung ausgeglichen werden.

Müdigkeit, Kopfschmerzen, trockene Haut und Schleimhäute, Symptome von Eisenmangel können schlimm sein. Mit fortschreitendem Mangel können die Folgen eines niedrigen Eisenspiegels Schänken das Leben stark ein. Wenn man jetzt das Gefühl hat einen zu Niedrigen Eisengehalt zu haben, am besten den Arzt ansprechen Der Eisengehalt im Blut lässt sich mit einer einfachen Blutuntersuchung bestimmen. 

Den Eisenspiegel mit gezielter Ernährung ausgleichen 

Liegt ein Eisenmangel vor, hängt es vom Schweregrad des Mangels und der Symptome ab, auf welche Weise das Eisendefizit ausgeglichen werden kann. Häufig ist die Ursache von Eisenmangel eine unausgewogene Ernährung. Ist der Eisenspiegel nur leicht niedrig, kann es evtl. ausreichen eisenhaltige Lebensmittel zu sich zu nehmen. 

Tierische Produkte wie Fleisch, Wurst und Innereien sind zuverlässige Eisenquellen. Aber auch Vollkornprodukte, grünes Gemüse und Hülsenfrüchte können helfen, einen Eisenmangel zu beheben. Die Aufnahme von Eisen kann durch Kombination mit Lebensmitteln einen beeinflussen.

Nicht immer ist ein Eisenmangel auf unausgewogene Ernährung zurückzuführen. Die Ursache des Mangels können auch chronische Krankheiten, regelmäßige oder chronische Blutungen oder Infektionen sein.

Eisenmangel

Die Entscheidung, wie ein Eisenmangel behoben wird, hängt vom Schweregrad des Mangels ab. Ist der Eisenspiegel sehr niedrig, reicht eine Umstellung der Ernährung oft nicht mehr aus. In solchen Fällen hilft ein Eisen-Präparat vom Arzt verschrieben. In besonders schweren Fällen gibt es die Möglichkeit, sich Eisen beim Arzt per Blutinfusion verabreichen zu lassen. (Hier bin ich für mich dagegen, ich habe es abgelehnt, weil ich Bluttransfusion komplett ablehne, habe dann Eisen per Tropf bekommen)

Mein Eisenmangel von 208/2019

Ich hatte am Anfang nur leichten Eisenmangel, aber Ende 2018 hate ich so starke Regelblutungen bekommen (war vorher schon mehr als normal) bekommen, dass wir erst dachten das ich Schwanger war und das Kind verloren hätte. Wir sind so schnell es geht zum Frauenarzt, aber es war sehr schwer und mir ging es nicht gut. Ich war voll mit Blut und zum Glück war ich nicht Schwanger.

Es wurde alles untersucht und selbst meine Frauenärztin war besorgt. Sollte sofort in die MHA Medizinische Hochschule damit die eine Ausschabung machen, da die Gebärmutter mit Blut voll war. Es wurde dort nur ein Abstrich gemacht und es wäre alles ok. Wurde dann entlassen und kam nach Hause.

3 Wochen später kam ich in ein anderes Krankenhaus und da wurde ich unter Vollnarkose ausgeschabt und mir ging es sehr schlecht. Da ich kein Blut als Infusion ablehne, wurde ich mit Eisen am Tropf gehangen. Es war kritisch. Die Regelblutungen waren so schlimm, als wenn man ein Wasserhahn aufdreht. Rausgekommen war das ich in der Gebärmutter ein Tumor habe, dagegen habe ich nun die Spirale bekommen. Die Hormone verhindern das er weiter wächst.

Bis jetzt habe ich keine Blutungen mehr und es geht mir besser. Es wurde mit 400 mg Tabletten behandelt und 2021 muss die Spirale neu gelegt werden bis man mich Operieren kann. Dann wird die Gebärmutter entfernt. 2020 wurden die Eisentabletten abgesetzt und sehr kritisch überwacht.

Ich hatte Müdigkeit, Schlapp und Schlafstörungen, war immer weiß von der Haut und hatte am Ende auch depressive Verstimmungen. Schwach und mir ging es immer schlechter.

Jetzt geht es mir deutlich besser und ich kann wieder schlafen, fitter und keine depressiven Verstimmungen mehr Es war schlimm und am Ende sehr schwer, weil ich am Ende um mein Leben gekämpft habe. Daher passt bitte auf euch auf! Wartet nicht, lasst euch untersuchen, wenn ihr was merkt.

Eisenmangel

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12 Kommentare

  • Steffi

    Huhu,

    ich habe öfters mal Eisenmangel, daher finde ich es gut zu wissen das man einen leichten Mangel auch mit Lebensmittel ausgleichen kann. Muss ich mir mal was einfallen lassen.

    LG
    Steffi

  • Jana

    Oh, wenn ich mir die Symptome so durchlese, treffen ganz schön viele auf mich zu! Ich glaube, das sollte ich mal untersuchen lassen! In der Schwangerschaft hatte ich Eisenmangel, aber vielleicht jetzt auch unbemerkt! Danke für den nützlichen Beitrag!

    Liebe Grüße
    Jana

  • Beatrice

    Eisenmangel betrifft ja viele, vor allem auch viele Frauen und Vegetarier. Es ist nicht kompliziert darauf zu achten, dass man einnen leichten Mangel mit einer passenden Ernährung in den Griff bekommt. Seit dem ich mich vegetarisch ernähre achte ich sehr darauf und habe weniger Probleme als vorher.

    Liebe Grüße
    Beatrice

  • Marie

    Hallo Julia,

    Danke für die vielen hilfreichen Tipps. Ich esse nicht viel Fleisch und leide häufiger an einem leichten Eisen-Mangel. Dank dir, wurde ich daran erinnert, präventiv mehr darauf zu achten.

    Dein persönlicher Bericht liest sich recht schockierend! Gab es einen Grund, warum du auf eine Blut-Transfusion verzichten wolltest?

    Liebe Grüße und dir alles Gute,

    Marie

    • MickyJulia

      Hallo Marie, ich vertrage das nicht zum einen, hatte vor Jahren das einmal. Und ich lebe ohne solche Sachen, auch bei OPs kann man drauf verzichten. Werde darüber mal Schreiben.

  • Bea

    Oje, Du machst aber auch was mit! Ich habe mein Leben lang einen Eisenmangel, was daran liegt, dass ich Eisen nicht vertrage und so mein Körper zu wenig aufnimmt. Das hängt mit der Histaminintoleranz zusammen. Ich kann also auch keine Eisenpräparate nehmen, zumindest keine, die der Arzt verschreibt. Mit Kräuterblut komme ich gut weiter, das vertrage ich, allerdings nur die Kapseln. Da mache ich regelmäßig eine Kur, so dass sich mein Spiegel wieder auffüllen kann.

    Lieben Gruß, Bea.

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