Meine Geschichte

Der Anfang und ein kurzer Einblick in mein Leben

Ich habe es nie leicht gehabt im Leben und vor allem mit dem Gewicht immer gekämpft. Geboren wurde ich in Kiel 1974, aufgewachsen bei meinen Großeltern voller Liebe und Geborgenheit. Aber leider war meine Mutter nie jemand, der an das Kind dachte und damit finden die Sorgen schon an, wo ich denken konnte. Leider haben meine Großeltern dann versucht mit Süß einen das Leben zu erleichtern. Ich mache ihnen keinen Vorwurf, aber damit fing dann alles an. Als Kind versuchst du dann immer sich alles zu Erkämpfen und leider funktioniert das nicht. Und jetzt weiß ich auch das nicht das Kind kämpfen muss, sondern die Eltern müssen dem Kind Liebe und Geborgenheit geben.

Ich habe dann das Glück bei den Tieren und meinen Pferden gefunden. Ich hatte immer schon ein Händchen für Tiere. Mir sind die Enten und andere Wildtiere hinterhergelaufen, ich habe mich gerne um diese Tiere gekümmert. Ich bin mit Wellensittichen, Meerschweinchen und Co aufgewachsen. Ich bin mit Hunden aus der Nachbarschaft sparzieren gegangen und habe mich um Kaninchen in den Kleingärten gekümmert, wenn die Besitzer mal verhindert waren.

Schon seit ich denken kann habe ich Pferde geliebt und war mit den zusammen. Ich bin schon mit 3 auf einem Pony gewesen und wurde dann auf diesen geführt. Einen Rappen, gefolgt von anderen Ponys und Pferden. Meine Pferde waren immer mein Glück. Ich bin immer mit dem Fahrrad in den Stall gefahren, auch 20 km konnten mich nicht abhalten, selbst bei Regen nicht. In den Ferien bin ich dann um 7 Uhr aufs Fahrrad und in den Stall. Wenn die Felder mit Nebel und Tau bedeckt waren, war das nicht nur ein großartiges Erlebnis. Neben dem Reiten habe ich mich dann um die Pferde gekümmert und mir mein Taschengeld aufgebessert, in dem ich die Boxen anderer Pferde gemistet habe. 25 Mark für eine Box ist viel Geld und es hat Spaß gemacht.

Weiter nach einer Art Praktikum im Tierheim

Ich habe dann nach 14 Tage Praktikum im Tierheim dort angefangen zu Arbeiten. Es war ein Job, den ich geliebt habe und mich hat es nie gestört das ich mehr Putze als alles andere. Ich habe so viel gelernt und einige Tiere sind dann bei mir Zuhause eingezogen. Ich habe Tage verbracht, die nicht einfach waren, aber auch Tage des Glücks. Wie oft lag ich Krank im Aufenthaltsraum auf dem Sofa in der Pause, aber ich habe weitergearbeitet. Dort habe ich meine erste Hündin gefunden, eine süße Cocker-Dackel Dame Daisy.

Leider merkte ich das der Körper das nicht mitmachte auf Dauer und so musste ich aufhören. Schweren Herzens und dann veränderte sich auch der Rest vom Leben. Das Gewicht ging runter und ich habe mich gut bewegt. War immer mit meinen Hunden unterwegs. 10km war nichts, oder zum Strand und zurück. Die Natur war mir wichtig, aber irgendwann ändere sich die Situation Privat und ich habe angefangen mich abzukapseln und den Menschen nicht mehr so vertraut. Ich war zwar unterwegs aber das Gewicht wurde mehr und mehr.

Es war eine Art Schutz für mich und meine Seele, ich habe zwar noch gekämpft aber Seelisch wurde das nicht weniger und so habe ich dann mich von meinen damaligen Mann getrennt und bin danach in einen Zustand gekommen, der auf der einen Seite Freiheit bedeutet aber auf der anderen Seite eben das Gewicht.

Leider wurde das Gewicht nicht weniger

Es wurde eben nicht weniger und dann kam leider in 2 Jahren mehrere Schicksalsschläge dir mir fast mein Leben gekostet haben. Erst kam mein Herzinfarkt der überraschend kam und ich auch in dieser Situation allein war und dann noch meinen alten Dacky Zuhause. Ich bin direkt von der Intensivstation raus aus dem Krankenhaus, weil jemand zu mir sagte, er passt nicht mehr auf den Hund auf. Ein Hund, der eher schläft und gemütlich ist wegen dem Alter. Das wurde mir noch auf der Intensivstation gesagt und ich war danach gleich wieder fertig. Also habe ich das Krankenhaus verlassen, was nicht gut war. Ich konnte mich gar nicht erholen. Dann 2 Monate danach verstarb Dacky und das nahm mit meiner letzten Kraft zu Leben. Ich wurde dann schwer krank, die Nieren haben aufgehört zu Arbeiten und ich kam im letzten Moment ins Krankenhaus. Sonntags rein und montags bin ich ins Koma gefallen und musste an die Dialyse. Es waren Wochen der Qualen und es war so schwer, ich war kraftlos, konnte nicht mehr gehen und doch waren es meine Katzen, die mich zurückgeholt haben. Doch nichts war mehr wie es war.

Ich konnte nicht mehr gehen, der Bürgersteig war kaum möglich zu gehen und ich wohnte im 2 Stock. Ich konnte nicht mehr einkaufen gehen, und was ich heute weiß ich habe aufgegeben. Doch dann änderte sich an einen Samstag 2018 mein Leben. Ich musste ins Krankenhaus und das war für mich meine Lebensrettung sonst wäre ich jetzt Tod.

Ich lag da mit der Grippe auf Isolierstation, konnte nichts mehr machen und kam dann eigentlich für ein paar Wochen nach Hannover in eine Einrichtung, damit ich wieder auf die Beine komme. Das ich abnehme, wieder gehen kann und vor allem das ich wieder lebe. Eigentlich wollte ich wieder danach nach Kiel, zu meinen Katzen, in meine Heimat.

Doch es kam anders….

Ich lernte über WhatsApp nette Leute kennen, eine gute Freundin, die ich immer noch habe und mit der ich Reden, lachen und weinen kann. Und dann lernte ich Niko kennen. Wir wollten nur Telefonieren und aus kurz wurde dann fast 20 Stunden. Er lebte auch in Hannover, kam mich Besuchen und es funkte. Wir haben uns verliebt und von da an merkte ich, das ich Leben möchte. Ich habe mich Bewegt, wir sind unterwegs gewesen und ich merkte zum ersten Mal echte Liebe. Liebe für mich und nicht das aussehen. Ich habe in den Monaten 40 kg abgenommen und auch wenn ich meine Katzen vermisse, ich habe da angefangen zu Leben und zu Kämpfen.

Der Weg war bereit das ich Abnehmen möchte und dass ich einen Magenbypass haben möchte. Das der Weg dann dahin so hart wird, wusste ich nicht. Aber ich habe angefangen und mir eine Klinik gesucht, dort vorgesprochen und mit den Ärzten dann zusammen alles in die Wege geleitet. Es dauert natürlich Monate bis alle Gutachten fertig sind. Aber jeden Tag habe ich die liebe von meinem Manne bekommen, er steht hinter mir und zu mir. Unterstützt mich bei meinem Weg und Kampf und wir haben nun 90% alles zusammen das es in diesem Jahr nun los gehen kann.

Das was mir nun noch fehlt sind meine Katzen. Diese sind noch in Kiel bei einer Freundin, weil die Wohnung hier nicht für die Katzen geeignet sind und nicht erlaubt. Aber eine Wohnung finden ist nicht einfach. Die muss im Erdgeschoss liegen, wegen den Laufen und da ich keine Treppen gehen kann. Groß genug sein, damit aller Platz haben und bezahlbar. Es schmerzt das meine Katzen nicht da sind, auch wenn sie gut untergebracht sind. Aber dieses muss ich hinnehmen bis die Wohnung gefunden ist. Aber ich muss den Weg gehen, denn ich möchte Leben. Alles andere wäre fahrlässig und ich würde verlieren und meine Katzen wären dann allein.

Das war ein kurzer Einblick in mein Leben, damit man mich etwas kennenlernt und ich möchte euch ja mitnehmen auf den Weg zum Bypass und mit dem Bypass dann. Ich würde mich freuen, wenn ihr Leser bleibt.

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