Haarausfall,  Magenbypass

Bypass Operatopn – Haarausfall

Was kann eine Frau (oder auch den Mann) treffen was man nicht leicht verkraftet? Haarausfall ist schlimm, wenn man das bekommt, ist man oft auf der Suche nach einer Lösung und probiert so einiges aus, was helfen könnte. Und irgendwann kommt der Zeitpunkt, dass man mit einem Magenbypass die Haare verliert. Und das nicht irgendwann, sondern in der Regel recht schnell nach der Operation. Ich war als ich das erste Mal davon gehört habe schon schockiert und wusste nicht was ich dazu sagen könnte.

Doch ich habe mich auseinandergesetzt damit, da es mich auch trifft und ich dann nicht „verrückt“ werden möchte. Wichtig ist nur, dass man die Haare nicht für immer verliert, sondern dass es auch wieder aufhört. Dazu gehe ich aber auch in meinen Blogpost drauf ein.

Warum fallen den die Haare aus?

Haare sind für unser Wohlbefinden sehr wichtig. Volles Haar signalisiert Gesundheit, Jugendlichkeit und auch Fruchtbarkeit. Haarausfall kann traumatisieren und im Extremfall auch ein echtes psychosoziales Problem darstellen. Nun aber noch die schlechte Nachricht: Nach einer bariatrischen Operation fallen die Haare aus. Das Gute aber, Sie kommen wieder. Nur warum verliert man die Haare überhaupt und kann man das nicht verhindern?

Welche Ursache des Haarausfalls ist das

Die Art dem Haarverlust, wie sie nach der bariatrischen Operation vorkommt, hat auch einen Nanen:“Telogenes effluvium.“ Telogen ist im Haarwachszyklus die Ruhephase des Wachstums und Effluvium bedeutet einfach „vermehrter Haarausfall“. Das Leitsymptom dieses Haarausfalls ist das Fehlen von Vernarbung an der Kopfhaut.

Die Wachstumsphase eines Haares dauert in der Regel 3–7 Jahre. Sie wird als Anagen bezeichnet. Ungefähr 90 % unserer Haare sind jeweils in dieser Phase. Danach folgt eine Übergangsphase, die man auch Katagen nennt.

Diese dauert 3 Wochen. Ungefähr 5 bis 15 % der Haare befunden sich jeweils in diesem Stadium. Am Ende kommt dann noch die Ruhephase, das Telogen, in dem die Haare 2 bis 4 Monate ruhen und dann abgestoßen werden. Normal sind das um die 100 Haare am Tag, Aber die Zeiträume, aber auch die Menge des normalen Haarverlust können sehr variabel sein.

Ursachen für den vermehrten Hausausfall können sehr vielfältig sein

  • Schwere Infektionskrankheiten mit starkem Fieber wie Malaria
  • Große Blutverluste
  • Scherwiegende Verletzungen
  • Große Operationen
  • Langer und starker emotionaler Stress
  • Schwermetallvergiftung
  • Allergien
  • Schwangerschaft
  • Bestimmte Medikamente wie Chemotherapie
  • Diverse Hormonstörungen
  • Fasten oder lange Diäten mit geringer Kalorienaufnahme und Eiweißmangel

Viele dieser aufgeführten Punkte treffen auch auf die bariatrische Operation zu, wenn man diese machen lässt. Es können auch Hormonstörungen und Schwankungen, Stress und die Operation an sich dazugezählt werden.

Was kann man gegen diesen Haarausfall machen?

Das wichtigste ist Entspannen. Ein Verlust von 5 bis 15 % der Haare nach einer Operation ist nicht ungewöhnlich und das Haar kommt nach 6 Monaten ungefähr wieder zurück. Es kann je nach Einzelfall aber auch mal mehr Haar sein, das ausfallen kann. Es gibt aber einige Tipps, Maßnahmen können vielleicht helfen, den Verlust der Haare zu reduzieren und die neuen Haare wieder schneller wachsen zu lassen:

Auf ausreichend Eiweißzufuhr achten! Auch wenn man das nicht so versteht, aber Eiweiß ist der Schlüssel zu einer schnellen Normalisierung. Der Tagesbedarf beträgt 0,8 Gramm pro Kilogramm Normalgewicht. Wenn man nun 70 kg hat, benötigt der Körper 60 Gramm Eiweiß pro Tag. Als Daumenregel eines bariatrischen Chirurgen eigentlich immer 60 Gramm pro Tag, egal wie das perfekte Gewicht wäre. Da am Anfang einer Operation nur sehr wenig gegessen werden kann, kann diese Menge Eiweiß aber nicht über die normale Nahrung erreicht werden. Dafür dann das Eiweißpulver. Es gibt natürlich auch andere Eiweißquellen, aber nicht jede ist gut verdaulich. Man muss damit schauen das man die empfohlene Eiweißmenge bis zu 2 Gramm am Tag steigert.
Spezialvitamine! Für die operierte gibt es geschaffene Spezialvitamine die viele verschiedene Vitamine und Mikronährsttoffe in angepasste Dosierungen haben. Sie sind auf die Bedürfnisse nach einer Operation abgestimmt, als die Standard Vitamine aus dem Supermarkt. Wichtig sind Vitamine aus der B-Reihe, Folsäure, Zink und Biotin. Vitamin D und Kalziumcitrat sollte man nie vergessen.
Eisen! Wenn man einen Eisenmangel hat sollte man mit dem Arzt besprechen wie der Aufgefüllt werden soll. Es kann eine Eisensubstitution durchgeführt werden.
Omega-3-Fettsäuren! Mehrfach sollte man Fisch mit Omega-3-Fettsäuren essen oder alternativ Fischöl als Zusatz.

Aber auch wenn man das oben beachtet, können die Haare ausfallen. Wenn man aber vor der Operation darauf vorbereitet ist, kann einen das helfen. Aber unbesorgt sein, die Haare kommen wieder!

Sollte der Haarausfall aber länger als 6 Monate sein, bitte mit dem Hausarzt oder der AZ besprechen. Notfalls müssen anderen Ursachen abgeklärt werden als nur die bariatrische Operation.

Fakt ist die bariatrische Operation…

Ist ein radikaler Eingriff für den Körper und den Verdauungstrakt. Bei einen Magenbypass wir ein großer Teil des Magens entfernt und der Darm wird zusätzlich verkürzt. Man kann weniger essen, es werden weniger Verdauungsenzyme produziert und der Körper kann bei den Bypass viel weniger Nährstoffe aufnehmen.

Der Körper fährt dann erst einmal auf „Notfall“ runter und die wenigen Nährstoffe die ankommen, sind für die Grundfunktionen reserviert.

Meistens findet man nach der Operation nach 8 Wochen viele Haare in der Bürste oder als Büschel in der Hand beim Haarewaschen. Natürlich macht das erst einmal Angst. Aber bei guter Nährstoffversorgung stellt sich dann wieder ein neues Gleichgewicht her und die Haare können wieder wachsen.

Es gibt natürlich auch Lebensmittel, die gut für die Haare sind. Der größte Fokus nach der Operation liegt beim Eiweiß, aber das Gemüse und Obst darf nicht vergessen werden. Es ist sehr wichtig und enthält alle B-Vitamine, besonders wichtig sind dann Biotin, Folsäure. Zink, Eisen, B12, Seelen und Kupfer. Daher noch ein paar wichtige Tipps:

• Grünes Gemüse! Sind die wichtigsten Nährstofflieferanten für gesundes Haar. Algen, Spinat und andere Blattgemüse, Kräuter und auch Saaten und Brennnessel sind sehr nährstoffreich.
Kräuter und Smoothie! Die Menge an Essen ist ja beschränkt aber hier können grüne Smoothies eine gute Ergänzung vom Speiseplan sein. Samen, Kräuter, aber auch Wildkräuter wie Brennnesseln und Giersch sind Nährstoffbomben und machen sich auch in kleine Mengen besonders wertvoll.

Eiweiß und Fleischqualität: Eiweiß ist nicht nur in Fleischsorten, sondern auch andere Produkte enthalten Eiweiß. Das kann man gut miteinander Kombinieren damit es nicht langweilig wird. Also auch gute Milchprodukte, Eier und nicht nur die billigen, sondern man sollte auf Qualität achten und die kommen nicht aus der Massentierhaltung.
Trinken! Viel trinken ist Pflicht und das sollte man bis zu 2 Liter am Tag, aber getrennt vom Essen.

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