Adipositas,  Diabetes,  Folge- und Begleiterkrankungen

Begleiterkrankung – Was ist Diabetes?

Oft hört oder man liest, ich bin Diabetiker? Doch was ist ein Diabetiker und kann das jeder bekommen? Leider wird auch noch nicht immer genug aufgeklärt und wenn man das bekommt bzw. der Arzt sagt man ist Diabetiker, dann versteht man nicht alles. Ist überfordert und denkt, dass man nichts packt. Aber als erste Ruhe bewahren und tief Durchatmen und dann einen Schritt nach den anderen gehen. Ich versuche das mal etwas zu erklären und auch wenn ich schon lange Diabetes habe, lerne ich immer noch dazu. Bei mir ist nur die Chance das ich später mit dem Magenbypass kein Insulin mehr brauche. Aber das ist dann ein anderes Thema, auf das ich separat eingehe.

Diabetes- Was ist das eigentlich?

Diabetes, eigentlich Diabetes mellitus ist ein Begriff für viele Störungen des menschlichen Stoffwechsels, deren Hauptmerkmal die Überzuckerung – auch genannt chronische Hyperglykämie ist. Daher wird Diabetes auch Zuckerkrankheit genannt. Nicht immer ist bei einem Diabetes nur der Kohlenhydrate Stoffwechsel gestört. Es kann auch Fett- und Eiweißstoffwechsel aus der Bahn geraten.

Das Insulin, ein lebenswichtiges Stoffwechselhormon für uns Menschen, das den Kohlenhydrat-, Fett- und Eiweißstoffwechsel steuert, spielt bei der Entwicklung eines Diabetes eine entscheidende Rolle. Die Ursachen für eine Diabetes-Erkrankung sind verschiedenen Störungen bei der Freisetzung des Insulins aus den sogenannten Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse bis hin zu einem kompletten Insulinmangel. Es können aber sehr unterschiedliche Störungen der Insulinwirkung an den wichtigen Organen wie das Gehirn, Leber, Muskulatur und Fettgewebe sein.

Diabetes Typ 2

90% der betroffenen Menschen haben einen Typ-2-Diabetes. Für diese Diabetes Form ist, dass die Wirkung des Insulins in den Körperzellen vermindert sind, das bedeutet immer gleichzeitig gekoppelt mit einem Insulinmangel.

Der Typ-2-Diabetes und dessen Vorstufen sind häufig mit anderen Problemen des Metabolischen Syndroms verknüpft. Dieser Typ Diabetes geht zu über 80 % mit Adipositas einher. Es ist die häufigste Diabetes Form, die es gibt.

Diabetes Typ 1

Der Typ 1 ist eine Autoimmun-Erkrankung, bei der die Insulin-produzierenden Zellen in der sogenannten Langerhans’schen Insel der Bauchspeicheldrüse durch das körpereigene Abwehrsystem zerstört werden. Der Körper produziert kein Insulin mehr. Es kommt zu einem kompletten Insulinmangel. Die Folge ist, dass die der Nahrung enthaltende Brennstoffe wie Traubenzucker-Glukose nicht mehr ausreichend in die Körperzellen geleitet und verstoffwechselt werden können.

Typ 1 Diabetiker müssen ein Lebenslang mehrfach am Tag Insulin spritzen und die Insulindosis muss immer wieder angepasst werden, um die Blutglukose möglichst stabil und normal einzustellen. So können schwere Folgeerkrankungen an Nerven und Gefäßen verhindert oder deutlich verzögert werden. Dieser Typ 1 Diabetes tritt vornehmlich bei Kindern und Jugendlichen, aber auch jungen Erwachsenen auf und betrifft 0,3 bis 0,4% der Bevölkerung.

Schwangerschaftsdiabetes

Schwangerschaftsdiabetes ist eine Störung der Glukoseverwertung mit erstmaliger Diagnose des Diabetes während einer Schwangerschaft. Betroffen sind alle 5% aller Schwangeren – oft aber Mütter, die älter als 30 Jahre sind, Übergewicht haben oder schon ein Kind mit einem Geburtsgewicht von über 4.000 Gramm haben. Schon leicht erhöhte Blutglukosewerte sind mit großen Risiken für Mutter und Kind. Häufig verschwindet ein Schwangerschaftsdiabetes nach einer Entbindung wieder, jedoch aber erhöht er das Risiko, später einen Typ 2 Diabetes zu entwickeln, besonders wenn man in der Schwangerschaft Insulinpflichtig war.

Sonderform – LADA und MODY

Das sind Sonderformen des autoimmunen Diabetes bei Erwachsenen. LADA ist nicht selten 10%, wird dieser fälschlicherweise als Typ 2 Diabetes eingestuft. Der MODY ist ein Diabetes-Typ, der sich meist vor dem 25 Lebensjahr manifestiert. Klassisch dafür ist Body Mass Indes unter 25kg/qm, Kein Hinweis für einen Typ 1 Diabetes in der Familie und über 3 Generationen bei Verwandten ersten Grades ein Diabetes bekannt. MODY ist autosomal dominant vererbte Erkrankung, bei denen sich mehr als zehn verschiedene molekulargenetische Formen abgrenzen lassen, die sich klinisch sehr unterschiedlich zeigen.

Beeinträchtigungen und Folgeerkrankungen von Diabetes

Diabetes kann zu akuten und chronischen Komplikationen im Körper führen. Die Diagnose Diabetes muss unbedingt ernst und wahrgenommen werden. Akute Komplikationen sind unter anderen Infektionen. Das können Haut, Schleimhäute, Infektionen der Luft- und Harnwege sein, schwere Überzuckerungen, die ausgelöst werden, kann durch Infektion bis zum Zucker Koma, oder Unterzuckerungen, die besonders gefährlich sind.

Chronische Komplikationen entwickeln sich langsam über Jahre hinweg, besonders bei Menschen mit Diabetes, die eine unzureichende Stoffwechseleinstellung haben oder noch nichts von ihrer Krankheit wissen. Im Vordergrund stehen Komplikationen an den großen und den kleinen Blutgefäßen und am Nervensystem.

Chronische Komplikationen führen zu schwerwiegenden Begleit- und Folgeerkrankungen, diese können das sein:

  • Schlaganfall
  • Herzerkrankungen
  • Chronische Fußwunden bis zu Amputationen
  • Nierenversagen
  • Sehstörungen
  • Nervenstörungen

Die Psyche leidet auch bei Diabetes

Leider führt jede Erkrankung auch zu einer Belastung, es kann eine Psycho-soziale Belastung werden.  Es gibt Studien, die zeigen das Menschen mit Diabetes im Vergleich zu nicht diabetischen Kontrollpersonen ein bis zu 3-fach höheres Risiko für psychische Störungen wie Angstzustände, Depressionen besteht. Ein Mensch mit Diabetes ist für die komplexe Behandlung allein verantwortlich, die auch mit angstauslösenden Problemen verbunden sein kann. Gefahren wie Unterzucker, Potenzprobleme, Augenerkrankungen und andere Folgeschäden an den kleinen und großen Blutgefäßen, sowie am Nervensystem schweben wie immer wiederkehrende Angst über einen. Und nicht selten kommt das Gefühl, der Krankheit ausgeliefert zu sein, was eine dann zu psychische Belastung führen, kann einen auch im Sozialen Umfeld schaden. Menschen mit Diabetes können sich vom normalen Leben überfordert fühlen und mit der Angst das was passiert, bleiben viele zu Hause.

Diabetes und die Symptome

Klassische Symptome wie Gewichtsverlust, der Durst wird viel mehr und der Harnfluss ist erhöht. Gerade das wird bei jungen Menschen mit Typ-1-Diabetes beobachtet. Aber bei älteren Menschen sind die Beschwerden doch untypisch. Es ist wirklich wichtig das man bei einer Vorsorgeuntersuchung alles kontrolliert wird. Und dass der Nüchtern-Glukosewert kontrolliert wird.

Symptome für Typ-2-Diabetes

  • Leistungsschwäche
  • Antriebslust
  • Müdigkeit
  • Konzentrationsstörungen
  • Depressive Verstimmungen
  • Hunger, Heißhunger und gesteigerten Appetit
  • Allgemeine Infektionsbeugung
  • Juckreiz
  • Folgeerkrankungen des Diabetes

Symptome von beginnenden Typ-1-Diabetes

  • Übermäßigen Durst
  • Wasserlassen ist häufiger
  • Müdigkeit, Abgeschlagen
  • Schwäche Gefühl
  • Hunger oder kein Hunger Gefühl
  • Wunden heilen schlecht
  • Gewichtsverlust plötzlich
  • Infektion-Anfälligkeiten sind erhöht
  • Man sieht verschwommen

Erhöhtes Diabetes-Risiko besteht bei…

  • Menschen ab 45 Jahre
  • Mit einem BMI 27kg/m2
  • Bluthochdruck 140/90 mm Hg
  • Fettstoffwechselstärungen
  • Menschen mit koronarer Herzerkrankung oder Durchblutungsstörungen des Gehirns
  • Wenn Diabetes in der Familie vorkommt
  • Wenn man schon mal erhöhte Blutzuckerwerte gemessen hat
  • Frauen die in der Schwangerschaft eine Schwangerschaftsdiabetes hatten
  • Wenn das Kind mit mehr als 4.000 Gramm geboren wurde
  • Frauen mit Polyzystischem Ovar-Syndrom
  • Raucher

Ist Diabetes heilbar?

Typ-1-Diabetes ist nicht heilbar

Typ-2-Diabetes spielen verschiedene Faktoren eine Rolle, aber auch das Alter darf man nicht vergessen. Wichtige Risikofaktoren für den Ausbruch sind Übergewicht, Fettleber, Bewegungsmangel, unausgewogene Ernährung, Bluthochdruck, Rauchen, Stress und das soziale Umfeld. Wenn man nun alles umstellt und eine gesunde Lebensweise macht, kann der Typ-2-Diabetes Mensch die Krankheit in einen Schlafzustand versetzen.

Es gibt für Diabetiker verschiedene Tipps, gerade für den Typ-2-Diabetes kann man durch einen gesunden Lebensstill die Entwicklung senken. Die Ernährung, die Bewegung und auch der Umgang mit Stress spielen da eine entscheidende Rolle, ob man nun an den Typ-2-Diabetes erkrankt oder nicht. Natürlich ist das Umstellen vom Lebensstil nicht einfach, aber wenn man das 100% möchte, dann bekommt man das hin. In einem frühen Stadium kann durch eine Umstellung der Lebensgewohnheiten die Erkrankung erfolgreich zurückdrängen. Für Prävention ist es nie zu spät. Die Tipps können jeden helfen gesund zu bleiben. Diese folgen dann in einen weiteren Artikel.

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